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Arbeitsrecht und Schadensersatzrecht | 02.02.2016

Arbeitgeber­haftung

Haftung des Arbeit­gebers bei Diebstahl am Arbeits­platz

Haftung besteht nur für zwingend für die Arbeit benötigte Wertsachen
(Landesarbeitsgericht Hamm, Klagerücknahme vom 21.01.2016, Az. 18 Sa 1409/15)

Mitarbeiter sollten es sich zweimal überlegen, ob sie teure Wertsachen wie Schmuck mit an ihren Arbeits­platz nehmen. Denn werden sie ihnen gestohlen, bleiben Beschäftigte auf dem Schaden in der Regel sitzen - der Arbeitgeber haftet nicht. Das Oberlandes­gericht Hamm entschied, dass Mitarbeiter den Arbeitgeber nur dann verantwortlich machen können, wenn sie die Wertsachen bei der Arbeit zwingend mit sich führen müssen oder sie für ihren Job brauchen (Landesarbeitsgericht Hamm, Klagerücknahme vom 21.01.2016, Az. 18 Sa 1409/15).

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Mitarbeiter verlangt von Arbeitgeber Schadens­ersatz für gestohlenen Schmuck

In dem verhandelten Fall hatte ein Krankenhaus-Mitarbeiter angeblich Schmuck im Wert von 20.000 Euro in seinem Büro deponiert. Nach einigen Tagen wurde der Rollcontainer in seinem Büro aufgebrochen und der Schmuck gestohlen. Der Mitarbeiter verlangte daraufhin vom Arbeitgeber Schaden­ersatz. Er argumentierte, dass seine Bürotür nur mit einem General­schlüssel geöffnet werden konnte. Der Arbeitgeber habe nicht dafür Sorge getragen, dass dieser Schlüssel sicher genug aufbewahrt wird.

OLG weist Klage ab

Die Klage blieb ohne Erfolg. Der Arbeitgeber habe nur dann Schutz­pflichten gegenüberden Wertsachen eines Mitarbeiters, wenn es sich etwa um Sachen handelt, die der Arbeit­nehmer zwingend braucht. Das sei hier jedoch nicht der Fall.

Quelle: dpa/DAWR/kg

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