wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt suchen 

Deutsches Anwaltsregister

Anwalt gesucht? Anwalt gefunden!

Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Reiserecht und Schadensersatzrecht | 19.02.2016

Fehl­geschlagene Pinkelpause

In die Hose gemacht: Landgericht Trier verneint Anspruch auf Schmerzens­geld wegen defekter Zugtoilette

Unter­brechung der Zugfahrt für einen Toiletten­gang für Reisende zumutbar
(Landgericht Trier, Urteil vom 19.02.2016, Az. 1 S 131/15)

Eine Frau, die sich nach einer Bahnfahrt ohne funktionierende Zugtoilette in die Hose gemacht hat, ist selbst schuld. Dies entschied das Landgericht Trier. Sie hätte die zwei­stündige Reise in einer Regional­bahn in Rheinland-Pfalz zwischen Koblenz und Trier an einer von den 30 Halte­stellen unter­brechen und sich auf einem Bahnhofsklo oder auch anderswo Erleichterung verschaffen können. Dies sei „nicht unzumutbar“ gewesen. Einen Anspruch auf Schmerzens­geld seitens der Bahn habe sie deshalb nicht.

Werbung

Das Landgericht kippte damit ein Urteil des Amts­gerichts Trier, das der Frau 200 Euro zugesprochen hatte. Dagegen hatte die Bahn Beschwerde eingelegt, weil in diesem Urteil der ersten Instanz die Beförderung ohne funktionierende Toilette als Pflicht­verletzung der Bahn bezeichnet worden war Fehlgeschlagene Pinkelpause: Bahn-Reisende verlangt Schadensersatz wegen defekter Zugtoilette.

LG: Schaden wurde durch eigen­verantwortliches Handeln der Reisenden überwiegend mitverursacht

Anspruch auf Schmerzens­geld gebe es nur dann, wenn die Geschädigte den Schaden nicht selbst durch eigen­verantwortliches Handeln überwiegend mitverursacht habe, urteilte das Landgericht. Unter bestimmten Umständen könne es Reisenden zugemutet werden, den Zug zu verlassen und die Reise nach einem Toiletten­gang mit der nachfolgenden Bahn fortzusetzen. Die Frau hätte aussteigen können, habe sich aber dafür entschieden, die Fahrt fortzusetzen und die letztlich eingetretenen Folgen zu riskieren. Sekunden nach dem Aussteigen in Trier geschah das Malheur.

Gericht lässt Frage nach der Pflicht zur Verfügungstellung einer Toilette durch die Bahn ausdrücklich offen

Das Landgericht betonte in seiner Entscheidung, dass es die grundsätzliche Frage, ob es eine Verpflichtung der Bahn gebe, in Regional­bahnen für eine funktionierende Toilette zu sorgen, „ausdrücklich offen gelassen“ habe. Dass die Bahn die Reisenden auf das Klo-Problem nicht aufmerksam machte, rügten die Richter als „Pflicht­verstoß“ - doch dies begründe keinen Schmerzens­geld­anspruch.

Ausstieg für Toiletten­gang und anschließendes Fortsetzen der Reise zumutbar

Es gehe also nur um den konkreten Fall: Die Frau reiste nachmittags bei Tageslicht von Koblenz nach Trier, es habe zeitnahe Anschluss­zug­verbindungen an größeren Halte­punkten“ gegeben. Das seien auch keine „Geister­bahnhöfe“, also „abgelegene und durchgehend menschen­leere Örtlichkeiten“ gewesen. Doch trotz des touristisch erschlossenen unmittelbaren Umfelds der größeren Bahnhöfe habe sich die Frau entschieden, die Fahrt fortzusetzen und die letztlich eingetretenen Folgen zu riskieren.

Werbung

Reporterin des SWR testet Toiletten­situation auf der Reise­strecke

Eine Reporterin des SWR berichtete kurz vor der Urteils­verkündung aus dem Leben von Bahn­reisenden und kam dabei zu einer etwas anderen Einschätzung. Bahnhof für Bahnhof klapperte sie auf der Strecke zwischen Koblenz und Trier ab - lediglich an vier Orten fand sie eine Toilette. Ihr Fazit: „Am besten immer einen eigenen Eimer dabei haben.“

Weiter­verfolgung des Recht­streits bis zum Bundes­gerichts­hof nicht möglich

Der Anwalt der Klägerin, Michael Lang, bedauerte die Entscheidung. Ein Gang zum Bundes­gerichts­hof sei nicht möglich. Eine Bahn­sprecherin sagte, man sehe sich bestätigt. Zum „best­möglichen Service“, um den die Bahn ständig bemüht sei, „gehört selbstverständlich die Toilette dazu“. Es gebe aber auf den Klos viel Vandalismus - und man bedaure, wenn dieser Service „in Einzel­fällen“ nicht möglich sei.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/kg

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!
Rechtsanwalt Gerald Freund

Verbraucher­darlehen

Anwalt: BGH verhandelt wieder am 31.05.2016 zum Darlehenswiderruf - Bis 21. Juni 2016 noch Darlehen widerrufen

Rechtsanwalt Gerald Freund

[30.05.2016] BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternViele Darlehens­nehmer haben noch bis zum 21. Juni 2016 die Möglichkeit, Darlehen zu widerrufen und sich damit aus zu hoch verzinsten Verträgen ohne Vor­fälligkeits­entschädigung zu lösen und sich für die Zukunft die aktuell niedrigen Zinsen zu sichern.

VW-Abgas­skandal

Rechtsanwältin Katharina Deckert erfolgreich vor Gericht: Erstes Urteil zu Gunsten eines Autokäufers im VW-Abgas­skandal - Rückgabe des Autos Seat Ibiza Style

Rechtsanwältin Katharina Deckert

[30.05.2016] BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht München I hat Mitte Mai 2016 als erstes deutsches Gericht einer Klage auf Rück­abwicklung des gesamten Kauf­vertrages im VW-Abgas­skandal stattgegeben.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchenbuchabzocke

Vertrag storniert: Deutsches Branchenmagazin verzichtet auf Forderung für Eintrag auf dbm-online.com

Rechtsanwalt Robert Binder

[30.05.2016] BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternErfolgreiche Abwehr gegen Forderung wegen angeblich beauftragtem Branchen Neueintrag auf www.dbm-online.com

Rechtsanwalt Peter Hahn

Widerrufs­belehrung

Darlehens­widerruf - Hahn Rechts­anwälte erneut erfolgreich: Landgericht Stuttgart verurteilt die LBBW zur Rück­abwicklung eines Verbraucher­darlehens­vertrages

Rechtsanwalt Peter Hahn

[27.05.2016] BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Stuttgart hat in einem neuen Urteil vom 20. Mai 2016 - 21 O 319/15 - die Widerrufs­belehrung in einem Immobilien-Darlehens­vertrag der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) vom 22. Juli 2007 ein weiteres Mal als fehlerhaft angesehen.

Rechtsanwalt Michael Winter

Abgasmanipulation

VW Abgas-Skandal: Landgericht München fällt käuferfreundliches Urteil - die Hintergründe

Rechtsanwalt Michael Winter

[27.05.2016] BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht München I hat aktuell als erstes deutsches Gericht einer Klage auf Rück­abwicklung des Kauf­vertrages im VW-Abgas­skandal stattgegeben - ich gratuliere an dieser Stelle unserer Kollegin Katharina Deckert aus München - sie ist für diesen erstinstanzlichen Erfolg verantwortlich.

Rechtsanwalt Florian Hitzler

Insolvenz

Anwalt zur Insolvenz der Lignum Sachwert Edelholz AG: Schadens­ersatz­ansprüche der Anleger

Rechtsanwalt Florian Hitzler

[27.05.2016] BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternSchwarznuss, Robinie oder Maulbeeren – solche Edelhölzer aus Bulgarien sollten den Anlegern der Lignum Sachwert Edelholz AG satte Renditen einbringen. Daraus wurde nichts. Das Unternehmen ist insolvent. Das Amtsgericht Charlottenburg hat das vorläufige Insolvenz­verfahren am 28. April 2016 eröffnet (Az.: 36I IN 1853/16).

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchenbuchabzocke

Vorsicht! Die digitale vertriebs- und verlagsgesellschaft mbh versendet Zahlungserinnerungen in Sachen abvz.de

Rechtsanwalt Robert Binder

[26.05.2016] BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternZahlungserinnerung aufgrund angeblich beauftragten Business Eintrags für Internetverzeichnis abvz.de

VW-Abgasskandal

VW-Skandal: Landgericht Passau urteilt zugunsten eines Geschädigten gegen die ÖRAG Rechts­schutz­versicherung

Rechtsanwalt Ralph Sauer

[26.05.2016] BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Passau hat die ÖRAG Rechts­schutz­versicherung im VW Skandal verurteilt, die Kosten der außergerichtlichen und gerichtlichen Rechts­verfolgung gegenüber einem Audi Vertrags­händler sowie gegenüber der Volkswagen AG zu übernehmen.

URL dieses Artikels: http://www.dawr/d2039
 

Jetzt Fan bei Facebook werden und mit dem
Deutschen Anwaltsregister
immer auf dem Laufenden bleiben!

Ich bin schon Fan.