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EU-Recht, Reiserecht und Schadensersatzrecht | 29.02.2016

Ausgleichszahlung

Verlegung eines Fluges vom Morgen auf den Vorabend begründet Entschädigungspflicht der Airline

Flugverlegung ist als Nichtbeförderung anzusehen
(Landgericht Landshut, Urteil vom 18.05.2015, Az. 12 S 2435/14)

Wenn ein Passagier von einem Flug am Morgen auf einen Flug am Vorabend umgebucht wird, muss die Airline ihm eine Entschädigung zahlen. Denn hinsichtlich des ursprünglichen Fluges ist der Kunde nicht befördert worden. Und in einem solchen Fall wird nach EU-Recht eine Ausgleichszahlung fällig. Das entschied das Landgericht Landshut (Az.: 12 S 2435/14).

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Kläger wird auf Flug am Vorabend umgebucht

In dem verhandelten Fall wollte der Kläger mit seiner Frau und seinen zwei Kindern von München über Madrid nach Lanzarote fliegen. Der Flug sollte an einem Sonntagsmorgen stattfinden. Zwei Tage zuvor wurde der Kläger mit seiner Familie aber auf einen Flug am Vorabend umgebucht. Dem fügte er sich und verbrachte eine Nacht in einem Hotel in Madrid, bevor es weiter nach Lanzarote ging. Es konnte vor Gericht nicht geklärt werden, warum der Flug vorverlegt wurde.

Umbuchung stellt Nichtbeförderung des ursprünglich gebuchten Fluges dar

Nach Ansicht des Landgerichts lag ein Fall von Nichtbeförderung des ursprünglich gebuchten Fluges vor.

Die Kläger hätten schließlich keinen Vorabendflug nach Madrid mit Übernachtung gebucht, sondern einen Flug am Sonntag nach Lanzarote. Die Reise habe sich damit um eine Nacht verlängert, was mit Lästigkeiten verbunden gewesen sei. Und davor soll die EU-Verordnung schützen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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URL dieses Artikels: http://www.dawr/d1531
 

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