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Bankrecht, Kapitalanlagenrecht und Verbraucherrecht | 07.12.2022

Steigende Dispozinsen

Dispozinsen: Überziehen wird immer teurer

Dispozinsen knacken die 11-Prozent-Marke

Fachbeitrag von Rechtsanwalt Guido Lenné

Wenn es Ende des Monats finanziell eng wird, greifen viele Bankkunden auf ihren Dispokredit zurück. Doch das wird immer teurer.

Die Banken haben die Zinsen jetzt deutlich angehoben. Das stellt viele Verbraucher vor große Probleme. 2021 lag die Zahl der Bankkunden im Dispo bei 6,6 Millionen. Der Trend: schnell steigend. Das freut die Banken, die durch die erhöhten Dispozinsen kräftig an den Konto­überziehungen verdienen.

Dispozinsen steigen auf mehr als 10 Prozent

So hat die Deutsche Bank die Zinsen von bereits stattlichen 10,9 auf 11,7 Prozent erhöht und nun das beste Quartals­ergebnis seit einem Jahrzehnt erzielt. Die 11-Prozent-Marke haben zudem die Postbank und Commerzbank geknackt. Die Comdirect erhöhte immerhin auf 7,75 Prozent und die eigentlich günstige Onlinebank DKB kassiert nun 9,9 Prozent. Auch Volksbanken und Sparkassen haben vereinzelt mitgezogen. Fazit: Fast alle Finanz­institute haben ihre Dispozinsen im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Erhöhung des Leitzinses als Grund

Als Grund für die Erhöhung der Zinsen nennen viele Banken die Erhöhung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank. Diese hat angesichts der Inflation in der Eurozone den Leitzins nun zum dritten Mal in diesem Jahr erhöht: von 1,25 auf 2,0 Prozent. Einige Institute verweisen zudem darauf, dass man sich an der Entwicklung des Euribor orientiere. Damit ist der durchschnittliche Zinssatz gemeint, zu dem sich europäische Banken untereinander Geld leihen. Und auch der ist gestiegen.

Weitere Zinserhöhungen nicht ausgeschlossen

Und ein Ende ist erstmal nicht in Sicht: Weitere Zins­erhöhungen sind zu erwarten. So erklärte die Sparkasse Leverkusen gegenüber den Medien, dass der Dispo­zinssatz an einen Referenz­zins gekoppelt sei. Wenn dieser steige, würden die Banken ihren Zinssatz zum nächsten Rechnungs­abschluss ebenfalls anpassen. Auch andere Institute haben bereits angekündigt, dass eine weitere Zins­anpassung Anfang 2023 nötig sein dürfte.

Zinserhöhungen mit dramatischen Folgen

Für die Verbraucher kann das dramatische Folgen haben. Denn durch Inflation und Energie­krise haben viele Meschen ihr finanzielles Limit längst erreicht. Hinzu kommt, dass viele bereits finanziell angeschlagen aus der Corona-Pandemie heraus­gekommen sind. Der Dispo ist also oft der einzige finanzielle Spielraum, der noch bleibt. Die Wirtschafts­auskunftei Crif rechnet laut Medien­berichten deshalb 2023 mit bis zu 120.000 privaten Insolvenzen.

Was Sie als Verbraucher tun können

Die ideale Lösung wäre natürlich, den Dispo gar nicht erst in Anspruch zu nehmen. Grund­sätzlich gilt aber: Ausgaben sollten so gut es geht minimiert werden. Nicht zwingend nötige Anschaffungen sollten erst dann getätigt werden, wenn das Konto wieder ausgeglichen ist. Beim Einkaufen lohnt es sich immer, Preise zu vergleichen. Teilweise variieren diese von Anbieter zu Anbieter deutlich.

Das gilt übrigens auch für die Banken selbst. Wer also beispiels­weise schon im Dispo ist, kann die Kosten durch einen Bankwechsel möglicher­weise verringern. Denn erst wenn Bankkunden ein halbes Jahr lang durchgehend mehr als 75 Prozent ihres Dispos aus­geschöpft haben, muss ihre Bank sie persönlich beraten und ihnen ein besseres Angebot machen. Dann kann es für viele aber schon zu spät sein. Wenn aber durch einen Bankwechsel nur noch sieben anstatt 11 Prozent Zinsen gezahlt werden müssen, macht das einen großen finanziellen Unterschied.

Wir helfen Ihnen gerne!

In unserer Kanzlei beraten wir Sie gerne dazu, wie Sie aus der Dispofalle herauskommen und wie Sie Ihre Schulden abbauen können. Wir kennen zudem die Banken­landschaft genau und wissen, welche Finanz­institute die besten Konditionen bieten. Vereinbaren Sie einfach einen Termin für ein kostenloses Erst­gespräch bei uns.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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