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Urheberrecht | 16.12.2016

Reform des Urheber­vertrags­rechts

Zukunft von Künstlern und Kreativen: Bundestag verabschiedet umstrittene Reform des Urheber­vertrags­rechts

Ziel ist eine gerechtere Bezahlung für Künstler und Kreative

Schrift­steller, Filmemacher und Komponisten sollen für ihre kreative Leistung eine gerechtere Bezahlung bekommen. Dieses Ziel verfolgt die Reform des Urheber­vertrags­rechts, die der Bundestag nach monatelangem Tauziehen verabschiedet hat.

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Künftig können Autoren die Exklusiv­rechte an einem Buch nach zehn Jahren zurückf­ordern, wenn sie anderswo ein besseres Angebot bekommen. Neu eingeführt wird ein Klagerecht für Verbände, damit diese die Ansprüche von Urhebern vor Gericht besser durchsetzen können. Zudem gibt es einen neuen Auskunfts­anspruch, mit dem die Künstler in Erfahrung bringen können, wie oft sich ihr Werk verkauft.

Verbände lehnen Auskunfts­recht ab

Der Verband Deutscher Zeitschriften­verleger (VDZ) und der Bundes­verband Deutscher Zeitungs­verleger (BDZV) lehnen das Auskunfts­recht jedoch vehement ab. „Dieser jährliche Auskunfts­anspruch nutzt niemandem“, kritisierten die Verleger­verbände in einer gemeinsamen Presse­mitteilung. „Er schafft erhebliche Bürokratie­kosten, die zulasten der Redaktions­etats gehen werden.“

Künstlern und Kreativen gehen die Verbesserungen nicht weit genug

Viele Verleger waren schon im Vorfeld gegen die Gesetzes­reform Sturm gelaufen, woraufhin die ursprünglichen Pläne von Justizminister Heiko Maas (SPD) noch einmal entschärft wurden. Zahlreichen Künstlern und Kreativen gehen die Verbesserungen nun nicht mehr weit genug. Justizminister Heiko Maas versicherte jedoch, mit der Reform begegneten sich Urheber und Verleger künftig auf Augenhöhe: „Wir stärken die Position der Kreativen bei den Vertrags­verhandlungen, ohne die Geschäftsm­odelle der Verwerter zu gefährden.“

Gesetz auf Anspruch auf angemessene Vergütung existiert seit 2002

Seit 2002 gibt es in Deutschland ein Gesetz, das Künstlern und Urhebern einen Anspruch auf angemessene Vergütung einräumt. Nach Ansicht von Experten existieren jedoch zu viele Schlupf­löcher, weshalb viele Kreative noch immer finanziell schlecht dastehen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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