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Familienrecht | 10.08.2016

Kindergeld­anspruch

Kindergeld ab 18: Wann haben Eltern für Kinder, die älter als 18 Jahre sind, Anspruch auf Kindergeld?

Die wichtigsten Antworten auf Fragen zum Thema Kindergeld

Das Thema Kindergeld kann schnell zu Streit zwischen Kind, Eltern und der Familien­kasse führen. Gerade wenn der Nachwuchs volljährig wird. Denn dann wissen Eltern nicht immer, ob sie noch Anspruch auf die Zahlung haben. Was im Einzelnen gilt.

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Für Kinder unter 18 Jahren haben Eltern Anspruch auf Kindergeld. Wenn der Nachwuchs volljährig wird, können sie unter Umständen weiterhin Kindergeld beziehen (vgl. Kindergeldtabelle). Das ist bis zum 25. Geburtstag möglich, wenn sich Kinder beispiels­weise in der Erstaus­bildung befinden oder einen Frei­willigen­dienst leisten. Doch wie sieht es bei einer Zweit­ausbildung aus? Was gilt für Master­studien­gänge? Und wie viel bekommt man? Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu:

An wen und wie wird das Kindergeld gezahlt?

Das Kindergeld kann nur ein Elternteil erhalten. „Seit 1. Januar 2016 müssen Berechtigte ihre und die Steuer-ID des Kindes angeben, um das Kindergeld zu erhalten“, sagt Karsten Bunk, Leiter der Familien­kasse der Bundes­agentur für Arbeit. Damit möchte die Familien­kasse verhindern, dass sie für ein Kind doppelt zahlt.

Leben die Eltern in einem gemeinsamen Haushalt, können sie durch eine Berechtigten­bestimmung festlegen, wer das Kindergeld bekommt. Diese gilt für leibliche Eltern wie für Pflege­eltern, Großeltern oder Stiefeltern. Bei getrennt lebenden Eltern hat derjenige Anspruch auf das Kindergeld, der dem Kind den höheren Unterhalt zahlt.

Wie hoch ist das Kindergeld?

Kindergeld­berechtigte erhalten seit Anfang 2016 für das erste und zweite Kind jeweils 190 Euro pro Monat (mehr Infos hier). Für das dritte Kind gibt es nach Angaben der Familien­kasse 196 Euro und für jedes weitere Kind 221 Euro pro Monat. Im Vergleich zum Vorjahr wurden monatlichen die Zahlungen für jedes Kind also um je 2 Euro erhöht.

Wie sieht es mit Übergangszeiten zwischen Schule und Ausbildung aus?

Auch für Übergangs­zeiten von bis zu vier Monaten - etwa zwischen dem Schul­abschluss und dem Ausbildungs­beginn - kann ein Anspruch bestehen. Bis zum 21. Lebensjahr können Eltern ebenfalls Kindergeld beantragen, wenn der Jugendliche gerade keinen Arbeits- oder Ausbildungs­platz hat. Dann muss er sich arbeitssuchend melden.

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Besteht während des Wehrdienstes ein Anspruch?

Unter bestimmten Voraus­setzungen zahlt die Familien­kasse auch während des Wehr­dienstes. „Auch nach Aussetzung der Wehrpflicht zum 1. Juli 2011 kann für eine Ausbildung bei der Bundeswehr Kindergeld­anspruch bestehen“, sagt Silke Hinrichs, Referats­leiterin beim Bundes­zentralamt für Steuern. beispiels­weise, wenn der Nachwuchs eine Ausbildung zum Soldaten auf Zeit oder zum Berufs­soldaten macht, um Unter­offizier, Feldwebel beziehungs­weise Offizier zu werden. Die Familien­kasse zahlt auch bei der drei­monatigen Grund­ausbildung und der sich anschließenden Dienst­posten­ausbildung während des freiwilligen Wehr­dienstes. In der Regel besteht auch ein Anspruch, wenn das Kind den Bundes­freiwilligen­dienst ableistet und etwa ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr macht.

Was gilt als Erstausbildung?

Als Erstaus­bildung gilt, wenn der Jugendliche vorher keine andere berufsqualifizierende Ausbildung oder ein Studium absolviert hat. Hat sich der Nachwuchs für einen Beruf qualifiziert, ist die Erstaus­bildung in der Regel abgeschlossen.

Besteht Anspruch auf Kindergeld bei der Zweitausbildung?

Das kommt darauf an. „Ein Kind kann auch in der Zweit­ausbildung Anspruch auf Kindergeld haben“, sagt Karsten Bunk, Leiter der Familien­kasse der Bundes­agentur für Arbeit. Allerdings dürfe der Jugendliche dann in der Regel keiner Erwerbs­tätigkeit nachgehen. Ausnahmen: Die Arbeit gehört zum Ausbildungs­verhältnis, die wöchentliche Arbeitszeit beträgt weniger als 20 Stunden, oder es handelt sich um eine gering­fügige Beschäftigung.

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Was gilt bei Masterstudiengängen?

„Auch der Master­studiengang kann noch zur Erstaus­bildung gehören, wenn ihn der Studierende etwa im selben fachlichen Bereich absolviert“, erklärt Wolfgang Schwackenberg, Vorsitzender des Familien­rechts­ausschusses des Deutschen Anwalt­vereins. Dann sollte der Jugendliche ihn aber direkt nach der Bachelor­prüfung beginnen. Liegen zwischen dem Bachelor­abschluss und dem neu aufgenommen Master­studium jedoch mehrere Jahre Berufs­tätigkeit, kann der Master als Zweit­ausbildung gelten.

Und wenn der Nachwuchs vor dem Studium eine Ausbildung macht?

Ein Studium nach einer abgeschlossen Ausbildung gilt grund­sätzlich als Zweit­ausbildung. Es sei denn, die Ausbildung ist Voraussetzung für das Studium - und erst das Studium qualifiziert den Jugendlichen für einen bestimmten Beruf. „Die Ausbildung muss von Beginn an einheitlich sein, und die einzelnen Akte müssen sachlich und inhaltlich zusammen­passen“, erklärt Wolfgang Schwackenberg, Vorsitzender des Familien­rechts­ausschusses des Deutschen Anwalt­vereins.

Das ist nicht immer der Fall: Schließt ein Kind eine kaufmännische Ausbildung ab und beginnt ein Studium, das eine Berufs­tätigkeit voraussetzt, gibt es kein Kindergeld. Das entschied der Bundesfinanzhof, Urteil vom 04.02.2016, Az. III R 14/15.

Gibt es auch Kindergeld für Auszubildende, die verheiratet sind?

Ja, wenn der Volljährige bereits verheiratet ist, aber noch eine Ausbildung macht. Der Familien­stand hat keine Auswirkungen auf den Kindergeld­anspruch, urteilte der Bundesfinanzhof, Urteil vom 17.10.2013, Az. III R 22/13.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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