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Strafrecht | 08.09.2016

Straftaten

Wie kann man bestraft werden, wenn man an dem Tod eines anderen Menschen schuld ist?

Von Körperverletzung bis Mord

Wird ein Mensch getötet, sieht das Recht verschiedene Tatbestände vor. Das Spektrum reicht von Körperverletzung mit Todesfolge bis zu Mord.

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Körperverletzung mit Todesfolge

Kommt ein Verletzter nach einem Angriff ums Leben, kann es sich um eine Körperverletzung mit Todesfolge handeln. Das ist etwa möglich, wenn ein Opfer nach einem Schlag ins Gesicht oder einem Tritt in den Bauch stirbt. Das Strafgesetzbuch (StGB) sieht dafür mindestens drei Jahre Gefängnisvor.

Fahrlässige Tötung

Verursacht jemand fahrlässig den Tod eines anderen, etwa bei einem Verkehrsunfall, drohen für die fahrlässige Tötung eine Geldstrafe oder maximal fünf Jahre Gefängnis.

Totschlag

Wer einen Menschen vorsätzlich umbringt, ohne dass ein Mordmerkmal zutrifft, wird laut Strafgesetzbuch „als Totschläger mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft“. In besonders schweren Fällen ist auch eine lebenslange Haft möglich.

Mord

Wer als Mörder verurteilt wird, erhält lebenslange Haft. Frühestens nach 15 Jahren ist eine Entlassung auf Bewährung möglich.

Für Mord gelten zwei Voraussetzungen: Zum einen muss mindestens ein bedingter Vorsatz vorliegen: Der Täter muss den Tod seines Opfers voraussehen und „billigend in Kauf“ nehmen, wie die Juristen dies ausdrücken. Die Absicht einer Tötung wird nicht vorausgesetzt.

Zweite Voraussetzung sind die Merkmale, die im Strafgesetzbuch aufgeführt sind. Dazu gehören Mordlust, Habgier, Heimtücke, Grausamkeit oder das Begehen der Tat zur Verdeckung anderer Straftaten oder mit gemeingefährlichen Mitteln.

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Quelle: dpa/DAWR/kg
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