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Arbeitsrecht | 29.07.2016

Werksferien

Zwangsurlaub: Was sind Werksferien und wann sind Werksferien rechtlich erlaubt?

Auto­produktion hält in der Regel noch an klassischen Werksferien fest

Beim Begriff Werksferien drängt sich das Bild von menschen­leeren Fabrik­hallen und aus­gestorbenen Park­plätzen auf. Tatsächlich schicken vor allem größere Konzerne kaum noch die komplette Belegschaft in Urlaub.

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Drei Wochen frei am Stück - so mancher Arbeit­nehmer muss dafür insbesondere in der Hauptferien­zeit hart mit seinem Chef kämpfen. Gerade in der Auto­produktion, wo es noch die klassischen Werksferien gibt, werden Mitarbeiter vielerorts auch unfreiwillig solange in die Ferien geschickt. Doch trotz der Werksferien sind nicht alle Fabriken menschen­leer.

VW hält an Werksferien fest

Bei Volkswagen sind die Mitarbeiter in fast allen niedersächsischen Werken erst dieser Tage aus der drei­wöchigen Auszeit zurück gekehrt. Nur in Osnabrück dauern die Werksferien noch bis Ende Juli. Im Motorenwerk in Chemnitz in Sachsen sowie im Presswerk in Zwickau zeigt der Autobauer genau wie im hessischen Kassel einen mehr­wöchigen „Urlaubs­korridor“ an. Innerhalb dieser Zeit soll der Haupturlaub von drei Wochen genommen werden. Ganz aus­gestorben ist die Produktion an den Standorten allerdings nicht: In Wolfsburg etwa werde mit reduzierten Schichten, mit Mitarbeitern, die keinen Urlaub nehmen wollen, und Ferien­jobbern weiter gearbeitet.

Audi senkt die Produktion

Auch bei Audi in Ingolstadt und Neckarsulm sind die Auszeiten aufgeweicht. In Ingolstadt sei im August wegen der guten Auftrags­lage nur eine leicht abgesenkte Produktion mit dem Betriebsrat vereinbart worden. Dort werden etwa 80 Prozent der normalen Kapazität am Tag produziert. Die freie Zeit wird für Instand­haltung und Umbau­maßnahmen genutzt. Ähnlich sieht es in Neckarsulm aus. Dort wird der A4 über drei Wochen im August nur in der Früh­schicht produziert. Während in Ingolstadt Ferien­jobber eingesetzt werden, braucht es in Neckarsulm keine zusätzlichen Helfer, damit Teile der Stamm­belegschaft in Urlaub fahren können.

Bei Porsche ruht die Produktion komplett

Nur bei der VW-Tochter Porsche ruht die Produktion für drei Wochen komplett. Seit dem 18. Juli werden in Leipzig keine Autos mehr zusammen­geschraubt, vom 1. August stehen die Bänder am Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen still. Die Zeit werde für Instand­haltungs­arbeiten genutzt.

In den Werken des bayerischen Autobauers BMW ruht die Produktion anden meisten Standorten für etwa zwei Wochen. In Leipzig arbeiten die Beschäftigten schon seit Mitte Juli wieder. Die bayerischen Produktions­stätten machen analog zu den dortigen Schulferien im August dicht. In BMWs Motorrad­werk in Berlin wird die Produktion wegen Umbau, Inventur und Instand­haltung sogar für vier Wochen bis Mitte August unter­brochen.

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Betriebsrat muss zustimmen

Grund­sätzlich hat der Betriebsrat ein Wörtchen mit zureden: Die Werksferien müssen intern begründet und über den Betriebsrat abgestimmt sein, sagt eine IG-Metall-Sprecherin. In einigen Unternehmen werden jedes Jahr von neuem die Urlaubs­grundsätze und damit auch die Werksferien festgelegt.

Mitarbeiter können sich nicht gegen Werksferien wehren

Wehren können sich die Mitarbeiter trotz aller Rufe nach Individualität nicht gegen die Werksferien: „In der Regel haben die Beschäftigten keine Chance, soweit die Betriebs­ferien nicht den gesamten gesetzlichen Urlaubs­anspruch umfassen“ sagt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeits­recht in Berlin. Normalerweise dürfen Arbeit­nehmer den Zeitpunkt ihres Urlaubs frei bestimmen. Im Bundes­urlaubs­gesetz unter Paragraf sieben ist aber nachzulesen, dass dringende betrieb­liche Belange dem frei gewählten Urlaubs­zeitpunkt entgegen stehen können. Wie viel Urlaub der Arbeitgeber verplanen darf, ist nach Ansicht von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeits­recht in Berlin Verhandlungs­sache. 1981 urteilte das Bundes­arbeits­gericht, es sei angemessen, wenn drei Fünftel des Urlaubs­anspruchs von Betriebs­ferien vereinnahmt werden können (Az.: 1 ABR 79/79).

In einigen Großkonzernen sind Werksferien gar kein Thema mehr

Bei Siemens in Berlin etwa, wo der Industrie­konzern mit mehr als 10 000 Mitarbeitern Gasturbinen produziert, wird durch gearbeitet. Schließlich seien 90 Prozent der Produktion für den Export gedacht. Ferien­jobber seien keine Alternative, da nur hoch­qualifizierte Mitarbeiter in der Produktion beschäftigt würden.

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Daimler stellt Ferienjobber ein

Auch beim Auto­hersteller Daimler wird die Produktion schon seit Jahren nicht mehr im Sommer gestoppt. Schuld sei die hohe Auslastung. Gegen ungelernte Kräfte hat man bei den Stuttgartern nichts, im Gegenteil: Damit die Daimler-Mitarbeiter auch in den Schulferien in Urlaub fahren können, stellt der Autobauer in diesem Jahr mehr als 16 000 Ferien­jobber ein.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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