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Familienrecht und Unterhaltsrecht | 18.12.2019

Neue „Düsseldorfer Tabelle“

Ab 01.01.2020 tritt die Neue „Düsseldorfer Tabelle“ in Kraft

Höhere Sätze für Trennungs­kinder und auch der Selbst­behalt steigt deutlich

Vor allem minderjährigen Trennungs­kindern steht vom kommenden Jahr an mehr Unterhalt zu. Dennoch kann weniger Geld für sie herausspringen - weil die zahlungs­pflichtigen Eltern ebenfalls mehr für sich behalten dürfen.

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Mehr Geld für Trennungs­kinder: Am 1. Januar tritt die neue „Düsseldorfer Tabelle“ in Kraft. Sie sieht höhere Bedarfs­sätze vor allem für Minder­jährige vor. Allerdings steigt auch der Betrag, den Unterhalts­pflichtige für sich selbst behalten dürfen, teilte das Düsseldorfer Oberlandes­gericht mit. Deswegen kommt es auf den Einzelfall an, ob wirklich mehr für die Kinder heraus­springt.

„Viele Kinder werden trotz der höheren Sätze sogar weniger Geld bekommen“, teilte das Gericht mit. Dies sei Folge der erhöhten Beträge, den die Eltern mit relativ wenig Einkommen für sich selbst behalten dürfen. Dadurch könne es passieren, dass das Jobcenter oder die Unterhalts­vorschuss­kasse einspringen muss, um das Existenz­minimum der Kinder zu sichern.

So viel erhalten Trennungskinder ab Januar

Der Mindest­unterhalt beträgt nach der neuen Tabelle ab dem 1. Januar für Kinder im Alter bis fünf Jahre 369 Euro statt bislang 354 - ein Plus von 15 Euro. Das gilt für die niedrigste Einkommens­gruppe der Unterhalts­pflichtigen bis 1.900 Euro netto.

Kinder zwischen sechs und elf Jahren haben in dieser Einkommens­klasse Anspruch auf mindestens 424 Euro statt bislang 406 Euro - ein Plus von 18 Euro. In der dritten Alters­gruppe bis zu Volljährigkeit sind es 497 Euro - ein Plus von 21 Euro.

Änderung für volljährige Kinder

Für volljährige Trennungs­kinder steigen die Sätze dagegen nur gering: von 527 auf 530 Euro in der niedrigsten Einkommens­gruppe. Die Sätze für volljährige Kinder waren schon 2018 und 2019 un­verändert geblieben. Der Satz von Studenten, die nicht bei den Eltern wohnen, steigt dagegen deutlich von 735 auf 860 Euro.

Erstmals seit 2015 ändert sich der sogenannte Selbst­behalt, der dem Unterhalts­pflichtigen für seinen eigenen Bedarf zusteht. Der von nicht Erwerbstätigen steigt von 880 auf 960 Euro, der von Erwerbstätigen von 1.080 auf 1.160 Euro - ausgehend von einer Warmmiete von 430 Euro. Der Betrag kann erhöht werden, wenn die Wohnkosten diesen Betrag überschreiten und nicht unangemessen sind.

Selbstbehalt steigt deutlich

Der Selbst­behalt gegenüber Unterhalts­ansprüchen von Eltern, etwa, wenn diese pflege­bedürftig geworden sind und die Kosten ihre Rente übersteigen, steigt von bisher 1.800 Euro auf 2.000 Euro. Die Auswirkungen des Angehörigen­entlastungs­gesetzes seien dabei noch nicht berücksichtigt.

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„Düsseldorfer Tabelle“ dient bundesweit als Richtlinie zur Bemessung des Kindesunterhalts

Die „Düsseldorfer Tabelle“ dient seit 1962 bundesweit als Richtlinie zur Bemessung des angemessenen Kindes­unterhalts. Seit 1979 wird sie vom Oberlandes­gericht Düsseldorf herausgegeben. Sie wird bei Gesprächen des Deutschen Familien­gerichts­tages mit allen Ober­landes­gerichten regelmäßig angepasst.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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