wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Arbeitsrecht | 15.09.2017

Betriebs­rente

Betrieb­liche Altersvorsorge: Mit dem Arbeit­geber für die Rente sparen

Wichtige Fragen und Antworten zur Reform der Betriebs­rente

Der Gesetzgeber hat mit der Betriebs­rente die zweite der drei Säulen der Alters­versorgung reformiert. Die Neuerungen treten im Januar 2018 in Kraft. Was ändert sich für Beschäftigte?

Werbung

Für viele Arbeit­nehmer ist klar: Von der gesetzlichen Rente allein kann der Lebens­unterhalt im Alter kaum bestritten werden. Daher ist private Vorsorge nötig. Auch der Chef kann helfen - mit einer Betriebs­rente. Anspruch darauf hat im Prinzip jeder Arbeit­nehmer. Durch das sogenannte Betriebs­renten­stärkungs­gesetz soll diese Form der Alters­vorsorge aber nun noch attraktiver werden.

Welche Möglichkeiten der betrieblichen Altersversorgung gibt es?

Derzeit gibt es fünf Möglichkeiten: Direkt­zusage der Firma an den Beschäftigten, Unterstützungs­kasse, Direkt­versicherung, Pensions­kasse und Pensions­fonds. „Über welchen Weg konkret die betrieb­liche Altersvorsorge erfolgt, entscheidet der Arbeitgeber“, sagt Klaus Stiefermann von der aba Arbeits­gemeinschaft für Betrieb­liche Alters­versorgung in Berlin.

Warum hat der Gesetzgeber die Betriebsrente reformiert?

Rund 60 Prozent der Beschäftigten haben derzeit einen Anspruch auf Betrieb­liche Alters­vorsorge. In erster Linie sind das Beschäftigte in höheren Einkommens­gruppen und Mitarbeiter in großen Unternehmen. „Jetzt soll auch für Gering­verdiener die Betriebs­rente attraktiver werden, um sie so besser vor Altersarmut zu schützen“, erklärt Cornelia Jurrmann vom Sozial­verband VdK Deutschland in Berlin. Mit der Reform soll es auch für kleine und mittlere Unternehmen Anreize geben, eine Betriebs­rente anzubieten. Bislang waren sie damit oft zurück­haltend, da sie den Arbeit­nehmern eine garantierte Rente mit einer Mindest­höhe zusichern mussten. Dafür musste viel Geld zurück­gestellt werden. Vielen Firmen war das zu riskant.

Was wird nun geändert?

Ab dem 1. Januar 2018 kommt zu den fünf bereits existierenden Betriebs­renten-Modellen eine weitere Variante hinzu - das sogenannte Sozial­partner­modell. „Hierbei muss der Arbeitgeber nicht mehr für die zugesagte Rente haften“, erläutert Ralf Scherfling von der Verbraucher­zentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Festgelegt wird lediglich, welche Beiträge die Arbeitgeber für ihre Arbeit­nehmer zahlen. Die Höhe der Rente ist nicht garantiert.

Werbung

Was gilt bei Geringverdienern?

Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten mit einem monatlichen Einkommen bis zu 2.200 Euro bei ihren Spar­anstrengungen unterstützen, profitieren von Steuer­vorteilen. „Einen Arbeitgeber­beitrag von mindestens 240 bis maximal 480 Euro im Kalender­jahr bezuschusst der Fiskus mit 30 Prozent des Beitrags, also zwischen 72 und 144 Euro pro Kalender­jahr“, erläutert Klaus Stiefermann. Allerdings: „Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung für Arbeitgeber, diesen Zuschuss zuzahlen“, betont Ralf Scherfling.

Was spricht für eine Betriebsrente?

Attraktiv ist sie vor allem dann, wenn der Chef die Beiträge selbst übernimmt oder dem Arbeit­nehmer Geld zur Betriebs­rente zuschießt. Bei arbeitnehmer­finanzierten Betriebs­renten können in der Einzahlungs­phase Steuern und Abgaben gespart werden. Derzeit haben Beschäftigte die Möglichkeit, bis zu vier Prozent des Bruttolohns bis höchstens 3.048 Euro jährlich steuer- und sozial­versicherungs­frei in eine Betriebs­rente anzulegen. Ab 2018 wird der steuerfreie Höchstb­etrag von vier auf acht Prozent der Beitrags­bemessungs­grenze in der allgemeinen Renten­versicherung angehoben. Unter bestimmten Voraus­setzungen können weitere 1.800 Euro steuer­frei gespart werden.

Und welche Nachteile hat die Betriebsrente?

In der Auszahlungs­phase müssen gesetzlich Kranken­versicherte auf Betriebs­renten den Kranken- und Pflege­versicherungs­beitrag zahlen. Dadurch verringert sich der ausgezahlte Betrag. Zudem müssen Betriebs­renten versteuert werden. Wurden sozial­versicherungs­frei Gehalts­anteile für die Betriebs­rente umgewandelt, fällt die gesetzliche Rente entsprechend geringer aus.

Werbung

Was muss der Arbeitgeber künftig tun?

Bei der Entgelt­umwandlung hat der Arbeitgeber bislang Sozial­versicherungs­beiträge, die eigentlich auf diese Gehalts­teile angefallen wären, gespart. Künftig muss er die ersparten Sozial­versicherungs­beiträge von pauschal 15 Prozent an die Beschäftigten oder die Versorgungs­einrichtungen weiter­leiten. Die Neuregelung gilt ab 2019 für neue und ab 2022 auch für alte Ver­einbarungen. Bei der neuen Betriebs­rente ohne Garantien muss die Weitergabe der 15 Prozent im Tarif­vertrag vereinbart werden.

Was ist mit der Riester-Grundzulage?

Die Grundzulage für die Riester-Rente steigt von 154 auf 175 Euro. Die Anhebung der jährlichen Zulage soll vor allem zu einer Verbreiterung der Betriebs­renten führen, wenn in deren Rahmen geriestert wird.

Sollte der Beschäftigte alte Riester-Verträge jetzt aufgeben?

Nicht unbedingt. Sparer haben ihr Vermögen idealer­weise auf verschiedene Anlage­klassen gestreut. „Grund­sätzlich sollte jeder regelmäßig überprüfen, ob die gewählte Aufteilung immer noch die beste Lösung ist“, rät Ralf Scherfling. Dies bedeutet aber nicht, dass übereilt langfristige Verträge gekündigt werden. „Der ältere Riester-Vertrag kann beispiels­weise einen höheren Garantie­zins oder wertvolle Zusatz­absicherungen haben“, so der Verbraucher­schützer. Daher sollte immer im Einzelfall geprüft werden, was passt.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 3 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#4582

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

„Notruf­infoflyer“: Bürger­information der Druckstudio Streit s.àr.l.

RechtsanwaltRobert Binder

[20.07.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Druckstudio Streit s.àr.l. tritt als Betreiberin einer Bürger­information namens „Notruf­infoflyer“ auf.

Rechtsanwalt Philipp Neumann

Kündigung Bauspar­vertrag

Rechtskräftige Versäumnis­urteile: Kündigung von Bauspar­verträgen durch die Aachener Bauspar­kasse unwirksam

RechtsanwaltPhilipp Neumann

[19.07.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternMittlerweile haben fünf weitere Abteilungen des Amts­gerichts Aachen mit rechtskräftigen Versäumnis­urteilen entschieden, dass die Kündigungen der Aachener Bauspar­kasse gemäß §§ 313, 314 BGB wegen einer behaupteten Störung der Geschäfts­grundlage unwirksam sind und die Verträge der von der Kanzlei ARES Rechts­anwälte vertretenen Bausparer trotz der erklärten Kündigungen fort­bestehen.

Rechtsanwalt Hermann Kaufmann

Einbahn­straße Diesel?

Abgas­skandal: Mit dem „Widerrufs-Joker“ raus aus der Sackgasse

RechtsanwaltHermann Kaufmann

[18.07.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternSie sind Diesel-Fahrer? Und fühlen sich von Gesellschaft und Politik im Stich gelassen? Wir können gemeinsam das Blatt wenden. Wenden wir den „Widerrufs-Joker“ an und Sie können sich aus Ihrem Vertrag mitsamt des mangelhaften Fahrzeuges und seiner Finanzierung lösen.

Rechtsanwalt Dr. Martin Heinzelmann

Darlehens­widerruf

Fehlerhafte Widerrufs­belehrung: LBBW unterliegt vor dem OLG Stuttgart

RechtsanwaltDr. Martin Heinzelmann

[17.07.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) vergleicht sich auf Vorschlag des OLG Stuttgart (Az.: 6 U 179/17) mit dem Darlehens­nehmer in einer Darlehens­widerrufs­angelegenheit.

Rechtsanwalt Philipp Neumann

Insolvenz

Insolvenz der P & R Gesellschaften: Keine guten Nachrichten vom Insolvenz­verwalter

RechtsanwaltPhilipp Neumann

[16.07.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Insolvenz­verwalter der P & R Gesellschaften gehen von erheblichen Verlusten der Anleger aus. Mit ihrer Presse­mitteilung vom 25.06.2018 teilen die Insolvenz­verwalter der P & R Gesellschaften mit, dass die Einnahmen aus der Container-Vermietung „bei weitem“ nicht ausreichen, um die Ansprüche der Anleger decken zu können.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Marco Rogert

Abgas­skandal

OLG Oldenburg spricht Klartext zur vorsätzlich sitten­widrigen Schädigung durch den Volkswagen­konzern

RechtsanwaltProf. Dr. Marco Rogert

[13.07.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie im Abgas­skandal führende Anwalts­kanzlei Rogert & Ulbrich aus Düsseldorf teilt mit:

Rechtsanwalt Dr. Martin Heinzelmann

Widerruf Sparkassen­darlehen

Widerrufs­joker sticht: Kreis­spar­kasse Göppingen gibt vor Gericht klein bei!

RechtsanwaltDr. Martin Heinzelmann

[12.07.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie KSK Göppingen verständigt sich mit Darlehens­nehmern vor dem Landgericht Ulm, Urteil vom 28.06.2018, Az. 4 O 85/18 auf einen sofortigen Vertrags­ausstieg aus einem Darlehens­vertrag aus dem Jahre 2011. Ohne Zahlung einer Vor­fälligkeits­entschädigung und zusätzlich unter Zahlung eines Großteils der seitens der Kläger geltend gemachten Nutzungs­entschädigung.

Rechtsanwalt Peter Hahn

Vor­fälligkeits­entschädigung

LG Frankfurt verurteilt ING-DiBa AG wegen Härte­klausel zur Rück­zahlung von Vor­fälligkeits­entschädigung

RechtsanwaltPeter Hahn

[11.07.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Frankfurt am Main hat die ING-DiBa AG durch Urteil vom 22. Juni 2018 - 2-21 O 74/18 zur Rück­zahlung einer Vor­fälligkeits­entschädigung von 37.117,76 Euro verurteilt.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d4582
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!