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Verwaltungsrecht | 15.05.2017

Fußball-Bundesliga

Bremens Innen­senator Ulrich Mäurer kämpft für eine Kosten­beteiligung der Deutschen Fußball Liga (DFL) an den Polizei­einsätzen

Interview mit Bremens Innen­senator Ulrich Mäurer: Anpfiff vor Gericht - Bremen bittet Fußball Liga zur Kasse

Der Streit zwischen dem Bundesland Bremen und der Fußball Liga über die Kosten für Polizei­einsätze bei Hochrisiko­spielen geht vor Gericht. Es ist die erste Instanz, vermutlich aber nicht die letzte. Liga und Länder schauen genau hin - es geht um viel Geld.

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Die Hansestadt Bremen schickt der Deutschen Fußball Liga (DFL) seit April 2015 regelmäßig saftige Gebühren­bescheide ins Haus. Es geht um die polizeilichen Mehrkosten für Risiko­spiele etwa die Nordderby- Partien zwischen dem HSV und Werder Bremen, deren Fans sich in herzlicher Abneigung verbunden sind. Die Polizei ist dann stets im Große­insatz. Nur für solche Spiele will Bremen die Liga zur Kasse bitten. „Das kann nicht allein der Steuer­zahler tragen“, so Bremens Innen­senator Ulrich Mäurer (SPD).

Herr Mäurer, was erwarten Sie vor dem Verwaltungsgericht in Bremen?

Ulrich Mäurer: Dass wir das Verfahren erfolgreich eröffnen. Es geht ja weiter, das ist klar. Wir werden nur einen ersten Zwischen­stand bekommen. Die DFL hat bereits vor zwei Jahren angekündigt, dass sie durch alle Instanzen gehen will. Insofern wird es keine ab­schließende Entscheidung geben.

Was ist Ihre Position?

Ulrich Mäurer: Wir sehen nicht ein, dass die enormen Polizei­kosten, die mit der Durchführung der Bundesliga verbunden sind, allein vom Steuer­zahler getragen werden. Dabei zielt unsere Argumentation nur auf einen kleinen Teil aller Spiele und Kosten ab - von 17 Heimspielen in der Saison haben wir in der Regel lediglich drei in die Kategorie Rot eingestuft. Insgesamt sind es seit April 2015 sechs Partien. Beim Nordderby vom 19. April 2015, um das es vor dem Verwaltungs­gericht Bremen gehen wird, sprechen wir von polizeilichen Mehrkosten von über 425.000 Euro. Insgesamt sind es inzwischen deutlich über eine Million Euro.

Die DFL argumentiert, dass nicht sie, sondern der gastgebende Bundesliga-Club der Veranstalter sei.

Ulrich Mäurer: Die DFL hat eindeutig den Hut auf. Sie organisiert die Bundesliga, entscheidet, wann, wer gegen wen spielt, ob samstags oder ob am Sonntag. Das hat Werder Bremen überhaupt nicht in der Hand. Ich habe keine Zweifel daran, dass die DFL Veranstalter ist und deswegen haben wir auch die Kosten­rechnungen an die DFL adressiert.

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Unter den Bundesländern stehen sie ja relativ alleine da, ...

Ulrich Mäurer: ... nicht relativ alleine, sondern ganz alleine ...

... fühlen Sie sich isoliert?

Ulrich Mäurer: Es gibt keine Veranstaltung, auf der mir nicht mindestens ein Bürger sagt, dass er das für richtig hält, dass wir den Mut haben, gegen die DFL den Widerstand zu organisieren. Das Thema stößt in der Bevölkerung auf großes Verständnis. Wenn man so will, haben wir zumindest die öffentliche Debatte über dieses Thema schon gewonnen. Jetzt muss der Rechts­streit noch juristisch abgeschlossen werden. Entscheiden werden dann die Gerichte.

Gebührenbescheide, Klagen, Widersprüche und Gerichte - könnte man das nicht anders regeln?

Ulrich Mäurer: Vielleicht gibt es ja in dem Prozess die Bereitschaft bei der Gegenseite, mal darüber nachzudenken, ob es wirklich so unangemessen ist, dass die DFL sich an diesen Kosten beteiligt. Es geht ja nur darum, eine Beteiligung zu organisieren und nicht um die Übernahme der Gesamt­kosten. Von unserer Seite gab und gibt es Dialog­bereitschaft. Aber bislang haben wir nur erlebt, dass man uns abgestraft hat, in dem man uns zum Beispiel ein Länder­spiel entzogen

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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