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Familienrecht | 02.01.2017

Reform

Ein­vernehmliche Scheidungen müssen in Frankreich nicht mehr von Richter besiegelt werden

Scheidungs­vereinbarung kann einfach beim Notar eingereicht werden

In Frankreich müssen Ein­vernehmliche Scheidungen jetzt nicht mehr von einem Richter besiegelt werden. Mit dem Jahres­wechsel tritt eine Reform in Kraft, die das Scheidungs­verfahren beschleunigen und die Justiz entlasten soll.

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Trennungs­modalitäten müssen von jeweiligen Anwälten der Ehepartner formuliert werden

Sind sich die Eheleute über die Trennung und die Aufteilung ihres Eigentums einig, kann die Scheidungs­vereinbarung in Frankreich künftig einfach bei einem Notar eingereicht werden. Allerdings muss jeder Partner sich einen eigenen Anwalt nehmen, um die Trennungs­modalitäten zu formulieren - dies soll sicher­stellen, dass niemand unter Druck gesetzt wird.

Gerichte sollen sich künftig auf problematische Trennungen konzentrieren können

Bislang mussten die Ver­einbarungen noch von einem Richter genehmigt werden, der laut Justiz­ministerium in 99 Prozent der ein­vernehmlichen Trennungen zustimmte. Die Gerichte sollen sich mit der Reform auf die Fälle konzentrieren können, bei denen es zwischen den Eheleuten Streit gibt. Im Jahr 2014 waren mehr als die Hälfte der rund 124.000 Scheidungen in Frankreich einvernehmlich.

Frauen­rechts- und Familienv­erbände üben Kritik an Reform

Mehrere Frauen­rechts- und Familienv­erbände hatten die Reform kritisiert und betont, dass die Beteiligung eines Richters die Interessen minder­jähriger Kinder und Rechte des schwächeren Partners schütze.

Siehe auch:

Quelle: dpa/DAWR/kg

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