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Schadensersatzrecht | 04.03.2016

Germanwings-Absturz

Germanwings will nicht mit US-Anwälten über Entschädigung verhandeln

Laut Germanwings sind US-Gerichte nicht zuständig

Im Streit um Entschädigungszahlungen an die Angehörigen der Opfer des Germanwings-Unglücks will die Fluggesellschaft nicht mit US-Anwälten verhandeln. „Germanwings wird keine Verhandlungen mit US-amerikanischen Anwälten führen, da weder amerikanisches Recht Anwendung findet noch sich ein Gerichtsstand in den USA begründen lässt“, hieß es in einer am Freitag in Köln veröffentlichten Stellungnahme der Gesellschaft.

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Anwalt will in den USA klagen

Der Mönchengladbacher Rechtsanwalt Christof Wellens, der einen großen Teil der Betroffenen vertritt, hatte zuvor mitgeteilt, dass eine beauftragte US-Kanzlei voraussichtlich noch im März Klage bei einem US-Gericht einreichen werde (DAWR berichtete). Die Zivilklage von Hinterbliebenen soll sich gegen die Flugschule der Lufthansa in Arizona/USA richten.

Germanwings: Anwälte verzögern die Entschädigungsgespräche

Laut Germanwings verlaufen die Entschädigungsgespräche mit den meisten Anwälten „positiv und vertrauensvoll“. „Leider werden durch eine geringe Anzahl von deutschen Anwälten, die aber relativ viele Hinterbliebene vertreten, erforderliche Informationen zur Berechnung der materiellen Ansprüche, insbesondere zu Unterhaltsansprüchen, trotz wiederholter Bitten bisher nicht erteilt“, hieß es. Dieses Vorgehen verzögere die Klärung offener Fragen und habe für die Angehörigen keine Vorteile, so die Fluggesellschaft. „Germanwings und Lufthansa haben größtes Interesse daran, den Angehörigen die Ihnen zustehenden Schadensersatzzahlungen so schnell wie nur irgendwie möglich zukommen zu lassen“, hieß es weiter.

Jura-Professor ließ Studenten über Absturz eine Hausarbeit schreiben

Die rechtlichen Folgen, die ein durch einen Piloten absichtlich herbeigeführter Absturz hat, sind bisher noch ungeklärt. Ein Berliner Professor ließ Jura-Studenten über den Germanwings-Absturz bereits eine Hausarbeit schreiben (DAWR berichtete).

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Quelle: dpa/DAWR/pt

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