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Bürgerliches Recht | 04.08.2021

Umbenennung

Nach Nazi-Über­prüfung: Justiz-Standard­werke werden umbenannt

Aus „Palandt˝ wird “Grüneberg˝

Das nach dem NS-Juristen Otto Palandt benannte Justiz-Standard­werk „Palandt“ wird umbenannt. Das teilte der Münchner Verlag C.H. Beck mit.

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„Bereits auf der nächsten, im November 2021 erscheinenden Auflage wird auf dem Umschlag der Name des aktuellen Koordinators der Autorinnen und Autoren, des Richters am Bundes­gerichts­hof Dr. Christian Grüneberg, genannt werden.“

Bayerisches Justizministerium forderte Studie

Auch alle anderen Werke, bei denen in der NS-Diktatur aktive Juristen als Autoren oder Herausgeber genannt sind, werden andere Namen erhalten. So soll der Loseblat­tkommentar zum Grundgesetz von Maunz/Dürig künftig den Namen Dürig/Herzog/Scholz tragen und die Gesetzes­sammlung Schön­felder vom Vorsitzenden der Ständigen Deputation des Deutschen Juristen­tages Mathias Habersack herausgegeben werden. Im Frühjahr war das Münchner Institut für Zeit­geschichte vom Bayerischen Justiz­ministerium mit einer entsprechenden Studie beauftragt worden. Diese läuft derzeit noch.

Palandt und Schönfelder werden umbenannt

Der „Palandt“, vielleicht das prominenteste Beispiel, ist ein Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch. Otto Palandt selbst hat nicht viel für das Werk geschrieben. Er war Präsident des Reichs­justiz­prüfungs­amtes und leitete die Abteilung „Ausbildung“ im Reichs­justiz­ministerium. Heinrich Schön­felder war seit 1943 Kriegs­gerichtsrat bei verschiedenen deutschen Kriegs­gerichten in Italien und wurde von Partisanen erschossen.

Minister Eisenreich: Umbenennung ist notwendig

„Das ist eine bedeutsame Ent­scheidung“, kommentierte Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU). „Die Umbenennung ist notwendig: Namensgeber für Gesetzes­sammlungen und Kommentare müssen integre Persönlich­keiten sein. Keine National­sozialisten.“

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Verlag will Zeichen gegen zunehmenden Antisemitismus setzen

Da man Geschichte nicht ungeschehen machen könne, habe man zunächst die historischen Namen beibehalten, sagte Verleger Hans Dieter Beck laut Mitteilung. „Um Miss­verständnisse auszuschließen, haben wir uns nun dazu ent­schlossen, Werke mit Namens­gebern, die in der NS-Zeit eine aktive Rolle gespielt haben, um­zubenennen.“

Quelle: dpa/DAWR/ab
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