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Hochschulrecht und Verwaltungsrecht | 10.03.2016

Plagiat

Plagiatsjäger Dannemann zur Doktorarbeit von Ursula von der Leyen: von der Leyen hätte der Doktorgrad laut Rechtsprechung entzogen werden müssen

Hochschule wollte das Ansehen von Frau von der Leyen nicht beschädigen

Der Jurist und Plagiats­jäger Gerhard Dannemann hält die Entscheidung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zum Doktortitel von Verteidigungs­ministerin Ursula von der Leyen (CDU) nicht für rechtmäßig. Vor einem Verwaltungs­gericht würde sie seiner Meinung nach keinen Bestand haben.

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„Ich kann nur sagen, was die Rechtsprechung macht. Und da liegen alle objektiven Voraus­setzungen für eine Täuschung vor“, sagte Dannemann der Deutschen Presse-Agentur (vgl. Dissertation: Wann ein Doktortitel wegen Täuschung aberkannt werden kann).

Rechts­professor Dannemann hat die Plagiats­vorwürfe gegen Frau von der Leyen ins Rollen gebracht

Der Rechts­professor an der Berliner Humboldt-Universität ist an der Internet­seite „VroniPlag Wiki“ beteiligt, die die Plagiats­affäre um von der Leyen ins Rollen gebracht hat. Die MHH hatte entschieden, dass die Verteidigungs­ministerin ihren Doktortitel trotz klarer hand­werklicher Fehler behalten darf.

Hochschule stellt sich schützend vor Frau von der Leyen

Dannemann wirft der Hochschule vor, sich schützend vor ihre prominente Absolventin zu stellen. „Ich glaube, man hat sich gesagt: Wie kommen wir da jetzt raus, ohne die Hochschule zu beschädigen und ohne Frau von der Leyen zu beschädigen. Da ist man zweimal den Weg des geringsten Widerstands gegangen“, sagte er. „Ich halte es für ganz fatal, wenn die wissenschaftliche Seite und die politische Seite nicht getrennt betrachtet werden können.“

Siehe vertiefend:

Dissertation: Wann ein Doktortitel wegen Täuschung aberkannt werden kann

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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