wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Schadensersatzrecht und Zivilrecht | 09.03.2017

Schmerzens­geld

Streit um Schmerzens­geld: Schlager-Fan wird bei Andrea-Berg-Konzert verletzt und erhält kaum Schmerzens­geld

Fan forderte 3300 Euro

Woher kam das „Asche­bröckele“, das einen Fan von Andrea Berg am Auge traf und verletzte? Vom Feuerwerk des Stars, wie der Anhänger sagt, oder sonstwoher, wie der Veranstalter betont? Da Beweise fehlen, hält ein bizarre Streit um sage und schreibe 2000 Euro Schmerzens­geld an.

Werbung

Schlager­star Andrea Berg (51, „Du hast mich tausendmal belogen“) ist bekannt für aufwendige Feuer­effekte bei ihren Bühnen­konzerten. Selbst hat sie sich dadurch schon Verbrennungen zugezogen, erhebliche Schmerzen erlitten. Einer ihrer Fans, dem bei einem Konzert seines Idols ähnliches passiert sein will, hofft seit Jahren auf etwas Schmerzens­geld. 3300 Euro hat ergeltend gemacht, 2000 Euro hat ihm das Amtsgericht Backnang in Baden-Württemberg zugesprochen, etwas mehr als 1100 Euro könnten es am Ende sein. Enttäuscht sei er, traurig und nach drei Jahren müde, sagt der 64-Jährige.

Richterin fordert Sachverständigengutachten

Die Andrea Berg Tournee und Promotion GmbH wehrt sich am Landgericht Stuttgart dagegen, ihm die vom Amtsgericht zuerkannten 2000 Euro zu zahlen. Mit Erfolg. Denn Richterin Regine Heemann betont: Dem Amtsgericht könne die Kammer nur zustimmen, wenn ein Sachverständigeng­utachten bestätigt, dass tatsächlich Andrea Bergs Show den Fan verletzt hat.

Für den Fan birgt das die Gefahr, dass der Experte keine Fehler bei den Pyro­technikern erkennt, er am Ende nichts bekommt und auf allen Kosten sitzen bleibt. Richterin Heemann schlägt ihm einen Vergleich vor, bei dem der Fan zumindest noch 1127,50 Euro bekommt, aber seine Anwalts­kosten und die Hälfte der Gerichts­kosten zu zahlen hätte. Am Ende erbittet er sich einige Tage Bedenkzeit.

„Heimspiel“-Konzert von Andrea Berg endet mit Verletzung

Als „scharf und heiß“ beschreibt der 64 Jahre alte, in Düsseldorf lebende Brite, das, was ihn am 19. Juli 2014 am Kopf trifft. Er schaut nach oben, bewundert gegen Mitternacht ein Feuerwerk bei Andrea Bergs „Heimspiel“-Konzert im schwäbischen Aspach. Seine Brille verhindert Schlimmeres, dennoch schmerzt das linke Auge höllisch. Helfer des Roten Kreuzes spülen es aus. Die Hornhaut ist verletzt. Erst nach sechs Monaten steht fest, dass es keine bleiben Schäden gibt. „Das ist das Allerwichtigste“, sagt der Brite.

Werbung

Einladung zum Konzert: „Zufriedene Fans sind Andrea sehr wichtig“

Die Enttäuschung ist ihm ins Gesicht geschrieben. Nicht so sehr über sein Idol („Es ist nicht ihr Fehler“) - aber über ihre Berater. Zur Verhandlung kam keiner, obwohl das Gericht persönliches Erscheinen angeordnet hatte. Dies hätte den Geschäfts­führer der GmbH betroffen, früher war das Andrea Berg selbst, jetzt ihr Sohn Andreas Ferber.

Letzten Sommer sei er wieder beim „Heimspiel“ gewesen, erzählt der Fan. „Ich liebe ihre lebendige Musik.“ Auch für diesen Sommer habe er schon eine Karte. „Aber ich weiß nicht, ob ich sie nutzen werde.“ Die Vorgänge in den letzten drei Jahren hätten ihm doch sehr zu gesetzt. „Der Prozess hat mich genervt.“ Da hilft es auch kaum, dass ihn Ralf Kitzberger, ein Sprecher des Stars, zum Konzert einlädt und sagt: „Zufriedene Fans sind Andrea sehr wichtig.“

Das „Aschebröckele“ könne sonstwo hergekommen sein

Der mögliche Vergleich lag ähnlich schon mal beim Amtsgericht auf dem Tisch, wurde aber vom Berg-Management abgelehnt. Daher spricht das Amtsgericht, das mehrere Zeugen - darunter Rotkreuzler - angehört hatte, dem Fan 2000 Euro Schmerzens­geld zu. Geltend gemacht hatte der Fan rund 3300 Euro - inklusive einer Augensalbe für 7,89 Euro von der Schloss­apotheke Düsseldorf. Jens Perske, der das Anliegen des Fans vor Gericht vertritt, spricht vom „Fremd­schämen“.

Ohne Sachverständigeng­utachten kommen wir hier nicht weiter“, macht Richterin Heemann unmiss­verständlich klar. Das Amtsgericht Backnang habe nicht geklärt, woher das Ding kam, das den Fan verletzte. Es könne Asche einer Zigarette vom Nebenmann gewesen sein oder auch Pyrotechnik eines anderen Fans. „Es ist nicht klar, ob glühende Teile herunter­gefallen sind“, sagt Bergs Anwalt. Das „Asche­bröckele“ könne sonstwo hergekommen sein. Die Pyrotechnik habe alles richtig gemacht.

Werbung

Pikantes Detail:

Andrea Berg hat 2016 selbst bei einem Feuerunfall auf ihrer Bühne Verbrennungen an Arm und Schulter­blatt erlitten. Wegen eines technischen Fehlers der Pyrotechnik wurde sie von einer Feuer­fontäne getroffen. Der Abschuss­winkel des Pyroeffekts sei falsch gewesen, hieß es später beim Management. „Ich spürte plötzlich einen höllischen Schmerz“, wird die Schlager­queen damals zitiert.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#3885

Rechtsanwalt Dr. Martin Heinzelmann

Darlehens­widerruf

Darlehens­widerruf wegen fehlerhafter Widerrufs­belehrung („Widerrufs­joker“) - Verbraucher­eigenschaft des Darlehens­nehmers erforderlich

RechtsanwaltDr. Martin Heinzelmann

[21.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDarlehens­nehmer in Gestalt einer GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts), welche auch Jahre nach Abschluss des Darlehens­vertrages, gestützt auf eine fehlerhafte Widerrufs­belehrung, den hoch verzinsten Darlehens­vertrag widerrufen wollen, stehen häufig vor dem Dilemma, dass ihnen von der Bank eine Unternehmer­eigenschaft unterstellt wird und der Widerruf deshalb zurück gewiesen wird.

Rechtsanwalt Gerd Klier

Reha-Begleitperson

Zum Anspruch auf Kosten­übernahme für eine Begleit­person während einer stationären Reha-Maßnahme

RechtsanwaltGerd Klier

[20.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Kosten­übernahme für eine Begleit­person während einer stationären Reha-Maßnahme setzt zwingend voraus, dass die Begleit­person tatsächlich in die stationäre Einrichtung mit aufgenommen wird, in welcher die Reha-Maßnahme durch­geführt wird. So ist dies in nach § 11 Abs. 3 SGB V geregelt.

Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig

Datenschutz

Schlechte Karten für Hobby-Stalker: Facebook muss auf Chronik bei Google hinweisen

RechtsanwaltDr. Ronny Jänig

[19.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWer früher etwas über eine andere Person heimlich in Erfahrung bringen wollte, der musste manches Mal einen Privat­detektiv einschalten. Dank sozialer Medien geschieht dies heute deutlich einfacher. Wer den Namen kennt, findet Profil­informationen von Facebook über die Person in den Ergebnis­listen von Such­maschinen wie Google. Das Landgericht Berlin hat im Bereich des Internet­rechts Facebook nun verboten, diese Bereit­stellung des Links von Anfang an zu aktivieren.

Falschparken

Parken auf dem Gehweg: Fahrzeug darf unverzüglich abgeschleppt werden

RechtsanwaltMark Eplinius

[16.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternEin in einer Innenstadt auf dem Gehweg geparktes Fahrzeug kann unverzüglich abgeschleppt werden. In einem solchen Fall hatte jetzt das Verwaltungs­gericht Neustadt zu entscheiden.

Rechtsanwalt Peter Hahn

Negativ­zinsen

Streitfall Negativ­zinsen: Landgericht Tübingen untersagt Negativ­zinsen bei unterschiedlichen Einlagen­geschäften

RechtsanwaltPeter Hahn

[15.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Tübingen hat in einem Fall, in welchem die Volksbank Reutlingen für Termin­einlagen und Tagesgelder negative Zinsen erhoben hatte, den verwendeten Preis­aushang als unwirksam angesehen (Urteil vom 26.01.2018 - 4 O 187/17 -).

Rechtsanwalt Thomas Brunow

Verletzung der Anzeige­pflicht

Anzeige­pflicht nach Unfall: Kein Leistungsanspruch gegen Versicherung wegen vorsätzlicher Verletzung der Anzeige­pflicht

RechtsanwaltThomas Brunow

[14.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas OLG Hamm hatte sich in der Entscheidung vom 21. Juni 2017 (20 U 42/17) mit der Frage befasst, ob der Anspruch gegen die Kasko bei zu später Meldung nach dem Unfall erlischt.

Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

www.firmen-marketing-online.de: Anwaltliche Zahlungs­frist der Rechts­anwälte Gnjidic, Aehle & Partner

Robert Binder

[13.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Rechts­anwälte Gnjidic, Aehle & Partner sind uns im Zusammenhang mit der Firmen Marketing Online Deutschland S.L.U. bekannt. In deren Auftrag ist die Anwalts­kanzlei als Inkasso­dienst­leister tätig.

Rechtsanwalt Dr. Peter Meides

Sozialabgaben

Beitrags­forderungen der Sozial­kassen: BAG weist Klage gegen selbständigen Schornstein­feger­meister ohne Arbeit­nehmer ab

RechtsanwaltDr. Peter Meides

[12.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Bundes­arbeits­gericht hat sich wieder einmal mit den Beitrags­forderungen der Sozial­kassen befasst – und eine für Betriebe ohne Beschäftigte (sogenannte Solo-Selbst­ständige) erfreuliche Entscheidung getroffen (Urteil vom 31. Januar 2018 – 10 AZR 279/16).

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d3885
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!