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Kapitalanlagenrecht | 07.03.2016

VW-Abgas-Affäre

VW-Abgas-Skandal: Anleger­anwalt hält VW-Presse­mitteilung zur Informations­pflicht „irre­führend und falsch“

Kritik an Informations­politik des VW-Konzerns

Die viel­beachtete Presse­mitteilung des VW Konzerns zu Kritik an der Informations­politik im Diesel-Skandal ist nach Ansicht eines Anleger­anwalts teils „irre­führend und falsch“.

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Volkswagen hatte in der Erklärung vergangene Woche argumentiert, dass es für jede Pflicht­mitteilung an die Finanzwelt Voraussetzung sei, „dass die für die Erfüllung dieser Pflicht verantwortlichen Personen Kenntnis eines kursrelevanten Sach­verhalts erlangen und die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Information abschätzen können“.

Unternehmen muss börsenkursrelevante Informationen unverzüglich bekannt geben

Das wies der Tübinger Anleger­anwalt Andreas Tilp am Montag zurück. Die Pflicht, börsen­kurs­relevante Informationen unverzüglich bekannt zu geben (sogenannte Ad-hoc-Pflicht) treffe generell das Unternehmen als solches und eben nicht nur den Vorstand als Organ oder einzelne Mitglieder. Daher werde laut höchst­richterlicher Rechts­sprechung „gerade auch das Wissen von solchen Mitarbeitern zugerechnet, die unterhalb der Organ Ebene angesiedelt sind“, teilte Anleger­anwalt AndreasTilp mit.

Anlegeranwalt und VW-Anwälte wollen Sammelverfahren

Wie es aussieht, werden sich Anleger­anwalt Andreas Tilp und die VW-Anwälte vor Gericht wiedersehen. Beide Parteien haben Anträge auf ein Sammel­verfahren gestellt, das die Anleger­klagen im Zuge der Abgas-Affäre gebündelt vor dem Oberlandes­gericht Braunschweig aus der Welt schaffen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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