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Schadensersatzrecht | 19.08.2015

Schmerzensgeld

Vater verlangt nach 35 Jahren Schmerzensgeld für Mord an Tochter

Lässt sich seelisches Leid in Euro und Cent umrechnen?

Der Mord an seiner Tochter Frederike ist auch nach fast 35 Jahren ungesühnt - und wird es womöglich auch immer bleiben. Doch Frederikes Vater kämpft weiter für Gerechtigkeit: Schmerzensgeld soll zumindest etwas Abhilfe für das erlittene Seelenleid schaffen. Darum geht es an diesem Mittwoch bei einem Zivilprozess in Lüneburg. Nicht jedem Opfer bringt Schmerzensgeld allerdings Entlastung.

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Schmerzensgeld - Opfer möchten Anerkennung ihres Leids

Beim Schmerzensgeld geht es nicht um das Geld an sich, es soll viel mehr symbolisch für Werte wie Sühne und Gerechtigkeit stehen. Mit Schmerzensgeld bekommt ein Opfer Anerkennung für einen schweren Verlust - auch wenn es immer nur eine «notdürftige Reparation des seelischen Leids» ermöglicht, wie Niels Habermann, Professor für Rechtspsychologie von der SRH Hochschule Heidelberg, betont.

Anspruch auf Schmerzensgeld bei entstandenen immateriellen Schaden

Voraussetzung ist ein immaterieller Schaden, etwa eine körperliche oder seelische Verletzung. Für die entstandenen Schmerzen bekommt der Betroffene Geld. Wenn durch die Verletzung zusätzlich Kosten entstehen, zum Beispiel durch eine medizinische Behandlung, kann ein Gericht den Verursacher zudem zu Schadenersatz verurteilen.

Lässt sich seelisches Leid in Euro und Cent umrechnen?

Das Gericht muss das Schmerzensgeld in Höhe von vergleichbaren Fällen festsetzen. Dabei ist es laut Bürgerlichem Gesetzbuch dazu verpflichtet, die «Ausgleichs- und Genugtuungsfunktion» mitzuberücksichtigen. Das Grundproblem bei Schmerzensgeld: Vor allem seelische Qual lässt sich nur schlecht objektivieren. Langwierige Rechtsstreitereien sind die Folge.

Kann Schmerzensgeld auch negative Auswirkungen haben?

«Das ist schon vorstellbar. Letztlich ist es ja sowas wie Blutgeld, schmutziges Geld», erklärt Professor Habermann. Schon der Rechtsstreit um das Schmerzensgeld kann für die Opfer belastend sein. Das Schmerzensgeld kann Schuldgefühle, Wut und Ärger auslösen, wenn es aus Opfersicht nicht im Verhältnis zum erlittenen Verlust steht. «Nicht selten stellt sich außerdem die Frage: Was tun mit dem Geld?», erklärt Habermann. Viele Angehörige von Todesopfern etwa könnten das Schmerzensgeld wegen (unbegründeter) Schuldgefühle nicht guten Gewissens für sich nutzen. Insgesamt gesehen überwiegen zwar die positiven Folgen, wie der Experte betont. «Aber der Mensch, der das Geld bekommt, wird dadurch nicht glücklicher.»

Siehe zum Schmerzensgeld:

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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