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Steuerrecht | 24.01.2018

Möblierte Vermietung

Vermietung möblierter Räume jetzt ohne Umsatz­steuer möglich

Für Grund­stücks­vermietungen geltende Steuer­befreiung gilt auch für Möbel und bewegliches Inventar

Mieter, die Büros oder Wohnungen mit Möbeln gemietet haben und dafür bisher Mehrwert­steuer - auch Umsatz­steuer genannt - zahlen mussten, kommen jetzt günstiger weg. „Denn die Möbel können jetzt steuerfrei vermietet werden“, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler.

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Bisher vertrat die Finanz­verwaltung die Auffassung, dass für mit­vermietete bewegliche Einrichtungs­gegenstände grund­sätzlich Mehrwert­steuer anfällt. Der Bundes­finanz­hof entschied hingegen bereits 2015, dass sich die für Grund­stücks­vermietungen geltende Steuer­befreiung auch auf die Möbel und das bewegliche Inventar erstrecken kann (Az.: V R 37/14).

Voraussetzung ist dauerhafte Vermietung

Nach dieser Rechtsprechung ist im Einzelfall zu entscheiden, ob es sich um eine einheitliche steuerfreie Vermietungs­leistung oder um eine von der Gebäude­vermietung getrennt zu beurteilende steuer­pflichtige Möbel­überlassung handelt. Voraussetzung ist, dass es sich um eine dauerhafte Vermietung handelt. Dieser Rechtsprechung schloss sich nun das Bundes­finanz­ministerium an. Danach gelten die Möbel im Regelfall als umsatz­steuer­frei mit­vermietet.

Keine Umsatzsteuer bei steuerfreier Grundstücksvermietung

Für Vermieter bedeutet dies, dass bei einer steuer­freien Grundstücks­vermietung auch keine Umsatz­steuer mehr für die Möbel beziehungs­weise das bewegliche Inventar abgerechnet werden darf. „Sie müssen deshalb ihre anders­lautenden Verträge beziehungs­weise Rechnungen entsprechend anpassen“, erklärt Isabel Klocke. Folglich ist dann auch keine Umsatz­steuer mehr an das Finanzamt abzuführen.

Optimierung zur Umsatzsteuer möglich

Im Gegenzug scheidet aber auch der Vorsteuer­abzug für die Einrichtungs­gegenstände aus. Die neue Regelung gilt nicht für Betriebs­vorrichtungen, die mit­vermietet werden. Zudem können Vermieter und Mieter zur Umsatz­steuer optieren. Dies ist möglich, wenn beide Unternehmer sind, und vorteilhaft, wenn die Vorsteuer aus den Einrichtungs­gegenständen gezogen werden soll.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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