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Reiserecht und Schadensersatzrecht | 09.08.2019

Flugannullierung

AG: Düsseldorf: Champagner als Entschädigung für kurzfristige Flugannullierung ist angemessen

Genuss von Champagner und Dessertwein gehört zu einem gelungenen Essen dazu

(Amtsgericht Düsseldorf, Urteil vom 23.05.2019, Az. 27 C 257/18)

Fluggäste haben bei Annullierung Anspruch auf Ausgleich. Auch die Kosten für die außer­planmäßige Übernachtung samt Verpflegung muss die Airline übernehmen - selbst wenn Champagner auf der Rechnung steht.

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Wird ein Flug annulliert, haben Verbraucher nicht nur Anspruch auf eine Ausgleichs­zahlung. Auch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung muss die Airline übernehmen. Auf gutes Essen müssen die Ge­strandeten dabei nicht verzichten: Nach Ansicht des Amts­gerichts Düsseldorf gehört zu einem gelungenen Essen durchaus auch der Genuss von Champagner (Az.: 27 C 257/18). Die Kosten sind jedenfalls angemessen und demnach von der Fluggesellschaft zu übernehmen.

Circa zwei Stunden vor dem geplanten Abflug wurde der Flug annulliert

In dem verhandelten Fall hatten die Kläger einen Flug von Göteborg nach Düsseldorf gebucht. Zwei Stunden vor dem geplanten Abflug teilte die Airline den Klägern die Annullierung des gebuchten Fluges mit. Eine Hotel­unterbringung sowie eine Verpflegung wurden den Klägern nicht angeboten. Daraufhin bezahlten die Kläger zunächst selbst für eine Hotel­übern­achtung sowie für einen Restaurant­besuch. Auf der Rechnung standen unter anderem Wein und Champagner. Diese Kosten wollte die Fluggesellschaft aber nicht übernehmen.

AG: Auch Champagnercocktails und Dessertweine können erstattungsfähig sein

Das Gericht gab den Klägern Recht: Kommt eine Airline ihrer bestehenden Betreuungs­pflicht nicht nach, könne ein Reisender lediglich eine angemessene Entschädigung verlangen. In diesem Zusammenhang könnten aber durchaus auch die Kosten für die Champagner­cocktails und den Dessertwein erstattungs­fähig sein.

Champagner gehört einfach dazu

Denn zu einem gelungenen Essen gehöre nach Ansicht der Richter nicht nur der Verzehr begleitender Biere oder Weine, sondern darüber hinaus auch der Genuss von Champagner und Dessertwein. Bei der Beurteilung der Angemessenheit ist insbesondere zu berücksichtigen, dass gerade im Champagner­segment auch deutlich teurere Produkte angeboten werden. Die Kosten für den Champagner und den Dessertwein beliefen sich in diesem Fall auf rund 44 Euro.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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