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Reiserecht und Schadensersatzrecht | 20.02.2019

Falsch­buchungen

AG Hamburg: Airlines müssen bei Falsch­buchungen des Reiseanbieters Entschädigung leisten

Passagiere haben Anspruch auf Ausgleichs­zahlung gegen Fluggesellschaft bei Übermi­ttlung falscher Flugdaten durch Dritte

(Amtsgericht Hamburg, Urteil vom 12.07.2018, Az. 22 a C 296/17)

Ein Reise­anbieter bucht für eine Gruppe Urlauber die falschen Flüge, die Passagiere dürfen nicht mitfliegen - in diesem Fall muss die Airline eine Entschädigung für die verweigerte Beförderung zahlen. Die Fluggesellschaft kann sich nicht darauf berufen, dass keine Buchungen für den strittigen Flug vorlagen. So entschied jedenfalls das Amtsgericht Hamburg (Az.: 22a C 296/17).

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Airline verweigert Mitnahme wegen falsch gebuchter Flüge

In dem verhandelten Fall ging es um Flüge von Hamburg nach Krakau und zurück, die der Kläger für sich und acht Mitreisende bei einem Reise­unternehmen buchte. Der Anbieter bestätigte die Buchung samt Rückflug­datum am 16. Juli. Tatsächlich buchte er jedoch einen Rückflug am 14. Juni. Als die Reisegruppe am Flughafen in Krakau an Bord gehen wollte, verweigerte die Airline die Mitnahme - es lägen keine Buchungen für den aus­gewählten Flug vor. Der Kläger forderte wegen Nicht-Beförderung eine Ausgleichs­zahlung.

Buchungsbestätigung eines Reiseunternehmens oder Flugvermittlers ausreichend

Die Fluggesellschaft verweigerte die Zahlung mit der Begründung, es habe keine bestätigte Buchung seitens der Airline vorgelegen. Das Gericht entschied jedoch, dass auch die Buchungs­bestätigung eines Reise­unternehmens oder Flug­vermittlers Gültigkeit habe. Die Passagiere hätten damit ein Recht auf die Beförderung - und auf eine Ausgleichs­zahlung, wenn sie nicht mitfliegen dürfen. Die Airline könne hier nur den Vermittler in Regress nehmen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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