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Reiserecht und Schadensersatzrecht | 15.08.2018

Flugannullierung

AG Hannover: Entschädigung bei Flug­verspätung aufgrund schlechten Wetters am Vortag

Airline muss alle zumutbaren Maßnahmen zur Verhinderung einer Flugannullierung vornehmen

(Amtsgericht Hannover, Urteil vom 25.01.2018, Az. 461 C 9188/16)

Annulliert eine Airline kurzfristig einen Flug, muss sie gute Gründe dafür haben - oder den Passagieren eine Entschädigung zahlen. Schlecht­wetter auf dem Vorflug ist jedoch kein solcher Grund, entschied das Amtsgericht Hannover (Az.: 461 C 9188/16).

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Flugausfall wegen Schlechtwetter am Vortag

In dem verhandelten Fall ging es um eine Reise von Hannover nach London. Die Airline musste den Flug kurzfristig absagen, weil die Maschine am Vorabend gar nicht erst von London nach Hannover fliegen konnte - wegen Schlecht­wetter und Nachtflug­verbot in Heathrow. Die Kläger verlangten je 250 Euro Ausgleichs­zahlung, weil der Ersatzflug das Ziel mit deutlicher Verspätung erreichte. Die Fluggesellschaft verweigert die Zahlung und verwies auf das Wetter.

AG bejaht Anspruch auf Entschädigung

Das Gericht gab den Klägern Recht. Die Airline habe nicht alle zumutbaren Maßnahmen getroffen, um die Annullierung zu verhindern. Sie konnte zum Beispiel nicht erklären, warum keine Ersatz­maschine in Hannover bereitstand. Der Hinweis der Airline, dass das Mieten anderer Maschinen teuer sei, genügte dem Gericht nicht.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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