wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Verkehrsrecht und Versicherungsrecht | 29.03.2019

Abbiege­unfall

AG Lebach: Zu spätes Blinken des abbiegenden Vorder­mannes recht­fertigt alleinige Haftung nach Kollision

Blinker muss eindeutig und rechtzeitig gesetzt werden

(Amtsgericht Lebach, Urteil vom 09.11.2018, Az. 13 C 499/18)

Rechtzeitig und eindeutig müssen Autofahrer vor dem Abbiegen blinken. Tun sie das nicht, haften sie nach einem Unfall, wenn sie mit einem Über­holenden kollidieren. Das zeigt ein Urteil des Amts­gerichts Lebach (Az.: 13 C 499/18).

Werbung

Kollision zwischen Überholenden und abbiegenden Autofahrer

In der Stadt fuhren zwei Autos hintereinander. Der Voraus­fahrende wurde langsamer und lenkte sein Auto leicht nach rechts. Der Nachfolgende setzte zum Überholen an. Als er auf gleicher Höhe war, blinkte der andere und bog plötzlich links ab. So kam es zum Unfall. Den Schaden des Über­holenden wollte die gegnerische Versicherung aber nur zur Hälfte zahlen. Ihr Argument: Der Nachfolgende habe bei unklarer Verkehrs­lage überholt. Die Sache ging vor Gericht.

Haftung liegt beim Abbiegenden

Das Gericht gab dem Über­holenden recht. Denn wer nicht erkennbar mache, dass er abbiegen will, den treffe die Allein­schuld. Geblinkt werden müsse eindeutig und rechtzeitig. Kein Dritter dürfe dabei gefährdet werden, so die Urteils­begründung mit Hinweis auf die Straßen­verkehrs­ordnung (StVO). Durch die Kollision spreche der erste Anschein dafür, dass der Abbiegende gegen diese Pflichten verstoßen habe.

AG verneint unklare Verkehrslage

Eine unklare Verkehrs­lage, in der nicht mit einem gefahrlosen Überholen zu rechnen ist, hat das Gericht nicht erkennen können. Der Abbiegende hatte selbst ausgesagt, dass er den Blinker erst unmittelbar vor dem Abbiegen gesetzt hatte. Da hatte der Hintermann schon zum Überholen angesetzt. Für den Schaden musste der Abbiegende am Ende komplett haften.

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#6355

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d6355
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!