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Reiserecht und Schadensersatzrecht | 23.05.2018

Reise­preis­minderung

AG München: Veranstalter muss wegen kleiner Mängel keinen Umzug in Ersatzhotel zahlen

Mängel rechtfertigten nicht immer Zahlung der Kosten für Hotel­wechsel

(Amtsgericht München, Urteil vom 07.11.2017, Az. 172 C 15107/17)

Wer für Mängel im Urlaub bereits eine Preis­minderung beim Veranstalter geltend machen konnte, dem stehen keine weiteren Rück­zahlungen zu. Das entschied das Amtsgericht München im Fall einer Karibik­reise im Wert von insgesamt 3.786 Euro (Amtsgericht München, Urteil vom 07.11.2017, Az. 172 C 15107/17).

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Veranstalter erstattet 986 Euro

Die Klägerin, die mit Mann und Sohn in die Dominikanische Republik gereist war, hatte wegen diverser Hygiene­mängel 986 Euro vom Veranstalter zurück­bekommen. Die Frau hatte außerdem noch während der Reise von Deutschland aus ein Ersatzhotel buchen lassen - für 1.828 Euro. Dieses Geld könne sie aber nicht vom Reise­veranstalter zurück­verlangen, so das Gericht.

Keine Kostenerstattung für Ersatzhotel

Zu den vorgetragenen Beschwerden zählten fehlende Schrank­türen, verkalkte Armaturen und ein paar tote Insekten im Bad, Wasser­flecken auf dem Spiegel, eine laute Klimaanlage und laute Bauarbeiten im Hotel. Die meisten dieser Un­annehmlichkeiten recht­fertigen laut Gericht aber keine Preis­minderung. Kalk- und Wasser­flecken beeinträchtigten nicht die Hygiene, Schrank­türen und ein bestimmter Blick vom Balkon seien nicht vereinbart gewesen. Die Erstattung der Kosten für den eigenmächtigen Umzug in ein anderes Hotel sei nicht gerechtfertigt gewesen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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