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Reiserecht und Versicherungsrecht | 17.11.2017

Auslands­reise­kranken­versicherung

AG München: Ver­sicherter muss detaillierten Nachweis für Auslands­kranken­behandlung erbringen

Keine Erstattung der Behandlungs­kosten bei lückenhaften Belegen

(Amtsgericht München, Urteil vom 30.05.2017, Az. 159 C 517/17)

Wer im Urlaub ärztliche Hilfe benötigt, sollte sich auf der Rechnung Diagnose, Behandlung und bezahlte Medikamente detailliert auflisten lassen. Die Auslands­reise­kranken­versicherung kommt ansonsten für die Kosten unter Umständen nicht auf, erklärt das Amtsgericht München mit Verweis auf ein aktuelles Urteil (Amtsgericht München, Urteil vom 30.05.2017, Az. 159 C 517/17).

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Familienvater verlangt Erstattung von Behandlungskosten

Im verhandelten Fall wollte ein 42-Jähriger nach einer Pakistan-Reise rund 1.350 Euro Behandlungs­kosten von der Reise­versicherung erstattet bekommen. Der Vater erklärte, dass seine fünfjährigen Zwillinge und er plötzlich starke Magen-Darm-Beschwerden hatten.

Reiseversicherung verweigert Regulierung

Doch aus den von ihm vorgelegten Rechnungen gingen weder die Diagnose noch die konkreten Behandlungen hervor. Die Reise­versicherung lehnte die Regulierung deshalb ab.

Belege müssen vollständig ausgefüllt sein

Zu Recht, entschied das Amtsgericht München und wies die Klage des Mannes gegen die Entscheidung ab. Nach den Allgemeinen Versicherungs­bedingungen müssten alle Belege, Name und Geburts­datum der behandelten Person, Behandlungs­grund, das Datum der Behandlung und die einzelnen Leistungen und Medikamente enthalten, erläuterte das Gericht.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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