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Haftungsrecht und Versicherungsrecht | 05.11.2018

Reparatur­kosten

AG Überlingen: Geschädigter darf Auto gemäß Gutachten reparieren lassen

Werkstatt darf in der Regel sämtliche aufgeführte Posten abarbeiten

(Amtsgericht Überlingen, Urteil vom 12.07.2017, Az. 2 C 57/17)

Lässt ein Unfall­geschädigter sein Auto nach einem Sachverständigengutachten reparieren, darf die Werkstatt in der Regel sämtliche dort aufgeführten Posten abarbeiten. Das gilt unabhängig davon, ob jeder einzelne technisch nötig war oder nicht. Das zeigt ein Urteil des Amts­gerichts Überlingen (Az.: 2 C 57/17).

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Fahrzeug wird auf Basis eines Sachverständigengutachtens repariert

Ein Autofahrer ließ sein Fahrzeug nach einem unstrittig unverschuldeten Unfall auf Basis eines Sachverständigeng­utachtens reparieren. Von den Kosten in Höhe von 7.800 Euro wollte die gegnerische Versicherung aber nur 7.100 bezahlen. Ihre Begründung: Eine Bei­lackierung, diverser Arbeitslohn sowie die Probefahrt und die Kosten für die Reinigung seien unnötig.

Versicherung muss alle im Gutachten aufgeführten und abgearbeiteten Posten bezahlen

Dem widersprach das Gericht. Zwar müsse auch ein Geschädigter das Gebot der Wirtschaftlichkeit beachten, doch die beanstandeten Arbeiten standen bereits im Gutachten. Und auf dieses dürfe sich ein Laie verlassen.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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