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Reiserecht und Schadensersatzrecht | 21.06.2019

Pauschal­reise

AG Uelzen: Kein Anspruch auf Erstattung der Kosten für selbst­gebuchten Ersatzflug

Reisende müssen bei Buchungsproblemen zuerst Veranstalter Möglichkeit zur Abhilfe geben

(Amtsgericht Uelzen, Urteil vom 01.11.2018, Az. 16 C 9031/18)

Es ist ein ärgerlicher Fall: Die Airline nimmt Pauschal­urlauber wegen einer ungültigen Buchung nicht mit. Wer dann aber gleich selbst einen Ersatzflug bucht, bleibt später womöglich auf den Kosten sitzen.

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Pauschal­urlauber dürfen sich zwar auf eigene Faust einen Ersatzflug buchen, wenn sie auf dem ursprünglichen Flug nicht mitgenommen werden. Doch sie müssen dem Reise­veranstalter zuerst die Gelegenheit geben, selbst für Abhilfe zu sorgen. Andernfalls können sie sich ihre Kosten nicht vom Veranstalter erstatten lassen. Das zeigt ein Urteil des Amts­gerichts Uelzen (Az.: 16 C 9031/18).

Flugbuchung nicht gültig

In dem verhandelten Fall wollten eine Urlauberin und ihre Begleiterin von München über Madrid nach New York fliegen, um dort eine Kreuzfahrt anzutreten. Hin- und Rückflug waren Teil des Pauschal­pakets. Als die Frauen früh­morgens am Flughafen erschienen, stellte sich heraus, dass ihre Flugbuchung nicht gültig war.

Klägerin bucht eigenmächtig Ersatzflug

Die Klägerin versuchte nun, mit dem Veranstalter Kontakt aufzunehmen. Dieser war jedoch erst ab 9.00 Uhr erreichbar. Die Urlauberin buchte eigenmächtig einen Direktflug nach New York um die Mittagszeit. Das Geld wollte sie vom Veranstalter zurück­bekommen.

Reiseveranstalter lehnt Erstattung der Kosten ab

Der Reise­anbieter jedoch buchte die Frauen auf den gleichen Direktflug um, als er von der Situation der Kundinnen erfuhr. Daher lehnte er die Erstattung der Kosten ab - und bekam Recht.

AG: Kein Anspruch auf Erstattung der Kosten

Die Begleiterin legte als Zeugin vor Gericht glaubhaft dar, dass der Veranstalter die Urlauberinnen sofort nach Kontakt­aufnahme um 9.00 Uhr umbuchte. Bis zu diesem Zeitpunkt hätte die Klägerin nach Ansicht des Gerichts warten müssen. Somit hatte sie kein Anrecht auf Selbst­abhilfe, also das eigenmächtige Buchen neuer Flüge. Sie hätte dem Veranstalter zunächst eine Frist setzen müssen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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