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Strafrecht | 12.03.2018

Betrug

Ablösen und Umkleben von Preis­schildchen auf Waren stellt Urkunden­fälschung dar

62 Jahre alte Hausfrau zu einem Monat Haft auf Bewährung verurteilt

Wegen des Ablösens und Umklebens von Preis­schildchen ist eine 62 Jahre alte Hausfrau zu einem Monat Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Bonn befand sie der Urkunden­fälschung für schuldig.

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Die Angeklagte hatte in einem Baumarkt kurzerhand das Original-Etikett auf einem Wein-Kapsel­schneider über 10,99 Euro mit einem Sonderpreis von zwei Euro überklebt. Den selbst gemachten Dumping­preis zahlte sie schließlich an der Kasse.

Angeklagte wurde bereits zuvor beim Umetikettieren von Waren erwischt

Wie das Amtsgericht Bonn mitteilte, hatte ein Detektiv die gelernte Anwalts­gehilfin bei der Manipulation jedoch beobachtet und auf dem Parkplatz gestellt. Die Angeklagte ist nicht das erste Mal mit dem Um­etikettieren von Waren aufgeflogen: Bereits zwei Mal wurde sie deswegen zu Geldstrafen über 2.000 Euro verurteilt.

Bei Rückfälligkeit muss Haftstrafe angetreten werden

Eine erneute Geldstrafe kam bei der Wiederholungs­täterin laut Straf­richterin nicht mehr in Frage. Als Bewährungs­auflage muss sie jetzt 300 Euro in Raten an den Verein „Ärzte ohne Grenzen“ zahlen. Falls sie in den nächsten zwei Jahren rück­fällig werden sollte, muss sie die Haftstrafe auch antreten.

Quelle: dpa/DAWR/kg
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