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Familienrecht | 20.11.2020

Adoption

Adoption auch gegen den Willen der leiblichen Mutter möglich

Annahme der Gefahr einer Bedürftigkeit unerheblich

(Oberlandesgericht Brandenburg, Beschluss vom 18.03.2019, Az. 13 UF 11/17)

Die Adoption eines voll­jährigen Kindes kann auch gegen den Willen der leiblichen Mutter klappen. Dass sie später vielleicht von ihrem Kind gepflegt werden muss, war den Richtern zu theoretisch.

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Die Adoption eines voll­jährigen Kindes kann auch gegen den Willen der biologischen Mutter möglich sein. Allein das Argument, dass sie später einmal hilfs­bedürftig werden könnte, reicht nicht aus. Das hat das Branden­burgische Oberlandes­gericht entschieden (Az.: 13 UF 11/17).

Kein Kontakt zur Mutter

In dem verhandelten Fall zog das Mädchen zwei Jahre, nachdem ihr Vater erneut geheiratet hatte, in den Haushalt der neuen Familie. Von ihrer leiblichen Mutter hatte sie sich nach der Trennung der Eltern zunehmend emotional distanziert und schließlich den Kontakt abgebrochen.

Streit um Adoption

Mit der zweiten Frau ihres Vaters entwickelte sie ein sehr enges Verhältnis, so dass diese die inzwischen Volljährige adoptieren wollte. Die leibliche Mutter war damit jedoch nicht einverstanden. Unter anderem argumentierte sie, dass für den Fall einer Hilfs­bedürftig­keit keine Rechts­grundlage mehr für familiären Beistand bestünde.

OLG stimmte der Adoption zu

Es habe sich in der persönlichen Anhörung davon überzeugt, dass zwischen beiden seit vielen Jahren ein Eltern-Kind-Verhältnis bestehe. Die Richter waren der Ansicht, dass die Interessen der leiblichen Mutter nicht überwogen.

Keine Untersagung der Adoption aufgrund Gefahr eines Bedürftigwerdens

Die Adoption dürfe nicht allein aufgrund einer nur möglichen, jedoch in keiner Weise konkreten Gefahr eines Bedürftig­werdens untersagt werden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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