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Arbeitsrecht | 21.03.2016

Arbeitszeit

Allein­erziehende Arbeit­nehmer haben keinen Anspruch auf bestimmte Arbeits­zeiten

Arbeits­zeiten werden grund­sätzlich vom Arbeitgeber festgelegt
(Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 01.04.2015, Az. 11 Sa 850/14)

Ein alleiner­ziehender Arbeit­nehmer kann vom Arbeitgeber nicht verlangen, nur bestimmte Schichten zu bekommen. grund­sätzlich hat der Arbeitgeber das Recht, die Arbeits­zeiten festzulegen. So eine Entscheidung des Landes­arbeits­gerichts Köln (Az. 11 Sa 850/14).

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Alleiner­ziehender Vater beantragte Arbeitszeit von 8.00 - 14.00 Uhr

In dem verhandelten Fall verlangte ein Arbeit­nehmer, nur zu bestimmten Zeiten zu arbeiten. Der Allein­erziehende Vater war als Einrichter in einem Baubetrieb tätig. Seine Aufgabe war es, zu Beginn einer Schicht die Anlagen entsprechend ein­zurichten, die passenden Werkzeuge aus­zuwählen und gegebenenfalls das Produktions­ergebnis zu testen. In dem Betrieb wurde in verschiedenen Schichten gearbeitet. Es gab eine Tagschicht von 6.30 Uhr bis 14.15 Uhr. Von seinem Arbeitgeber verlangte der Mitarbeiter, bis zum 14. Lebensjahr seiner Tochter nur in der Arbeitszeit von 8.00 bis 16.00 Uhr beschäftigt zu werden.

Arbeitgeber kann Wunsch nach bestimmter Arbeitszeit ablehnen

Vor Gericht hatte er keinen Erfolg. Der Arbeitgeber könne im Rahmen seines Direktions­rechts die Arbeits­zeiten festlegen, wenn nichts anderes vereinbart ist. Dabei müsse er zwar die Interessen des Arbeit­nehmers berücksichtigen, aber auch unter­nehmerische Entscheidungen seien zu bedenken. Durch den Wunsch, nur zu bestimmten Zeiten zu arbeiten, werde das Direktions­recht unverhältnismäßig eingeschränkt. Außerdem müsse berücksichtigt werden, dass in dem Betrieb in Schichten gearbeitet wird. Auch sei die Tätigkeit als Einrichter von Bedeutung. Für den Arbeitgeber sei es wichtig, dass der Einrichter zu Beginn einer Schicht anwesend ist. Er sei nicht verpflichtet, einen Arbeits­platz speziell für den Kläger zu schaffen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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