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Familienrecht | 06.07.2018

Kindergeld

Anspruch auf Kindergeld besteht auch bei Unter­brechung der Ausbildung wegen Erkrankung des Kindes

Ausbildung wurde krankheits­bedingt unter­brochen und nicht abgebrochen

(Finanzgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 20.02.2018, Az. 2 K 2487/16)

Der Anspruch auf Kindergeld geht nicht verloren, wenn ein volljähriges Kind seine Ausbildung wegen einer Krankheit unter­brechen muss. Das hat das Finanz­gericht Rheinland-Pfalz entschieden, (Finanzgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 20.02.2018, Az. 2 K 2487/16).

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Im verhandelten Fall bezog die Mutter für ihre Tochter Kindergeld. Im April 2015 teilte sie der Familien­kasse mit, dass die Tochter zum 31. März 2015 ihre Ausbildung an einer Mode­fachschule krankheits­bedingt abbrechen musste. Sie legte eine Bestätigung der Schule und das Attest einer Fachärztin vor. Später fügte sie auch ein amts­ärztliches Gutachten hinzu.

Kein Anspruch auf Kindergeld wegen abgebrochener Ausbildung

Mutter und Tochter teilten der Familien­kasse mit, dass die Tochter voraussichtlich im Jahr 2017 die Ausbildung fortsetzen oder ein Studium aufnehmen werde. Die Familien­kasse lehnte die Zahlung von Kindergeld jedoch ab, weil die Tochter die Ausbildung abgebrochen habe.

FG: Abbruch der Ausbildung liegt nicht vor

Die hiergegen gerichtete Klage der Mutter war erfolgreich. Die Tochter habe die Ausbildung nicht abgebrochen, sondern lediglich krankheits­bedingt unter­brochen, so das Gericht. Das Kind habe den Willen, die Ausbildung zu absolvieren, sei aber aus objektiven Gründen - hier die Erkrankung - daran gehindert.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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