wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Familienrecht und Steuerrecht | 28.09.2020

Kindergeld

Anspruch auf Kindergeld besteht auch für ein während der Ausbildung erkranktes Kind

Kindergeld­anspruch besteht auch dann, wenn das voraus­sichtliche Ende der Erkrankung nicht nachgewiesen wird

(Finanzgericht Münster, Urteil vom 01.07.2020, Az. 11 K 1832/19 Kg)

Muss ein Jugendlicher wegen einer Erkrankung die Ausbildung unter­brechen, hat er weiter Anspruch auf Kindergeld. Das gilt auch dann, wenn ein Ende seiner Erkrankung nicht absehbar ist. Das hat das Finanz­gericht Münster entschieden (Az.: 11 K 1832/19 Kg).

Werbung

Ausbildungsunterbrechung wegen Unfall

In dem verhandelten Fall machte der Junge eine Ausbildung zum Zweirad­mechatroniker. Kurz vor Ende musste er die Ausbildung im September 2018 unter­brechen. Bei einem schweren Unfall erlitt er einen Schädel­basisbruch und ein Schädel-Hirn-Trauma. Nach dem Krankenhaus­aufenthalt absolvierte er eine Reha.

Familienkasse stellte Kindergeldzahlung ein

Die Familien­kasse informierte die Mutter, dass die Kindergeld­zahlung ab Januar 2019 aufgehoben werde, da der Sohn dann die Ausbildung beendet habe. Die Mutter schrieb der Familien­kasse über den Unfall und übersandte eine Erklärung ihres Sohns, dass er beabsichtige, die Ausbildung zum nächstmöglichen Zeitpunkt fortzusetzen. Außerdem legte die Mutter eine Bescheinigung der behandelnden Ärztin vor, aus der hervorging, dass das Ende der Erkrankung nicht absehbar sei.

Familienkasse forderte Kindergeldzahlung für zwei Monate zurück

Daraufhin forderte die Familien­kasse auch das Kindergeld für die Monate Oktober bis Dezember 2018 zurück. Der Junge könne seine Ausbildung nicht in absehbarer Zeit fortsetzen. Es fehle an einem ärztlichen Nachweis, der das absehbare Ende der Erkrankung bescheinige.

FG: Anspruch auf Kindergeld besteht weiterhin

Vor Gericht war die Mutter erfolgreich. Die Ausbildung des Sohns hatte sich durch den Unfall bis Mai 2019 verlängert. So hatte sie für den Zeitraum Oktober 2018 bis Mai 2019 Anspruch auf Kindergeld.

Werbung

Unterbrechung der Ausbildung wegen Erkrankung möglich

Eine Unter­brechung der Ausbildung wegen einer Erkrankung sei grund­sätzlich möglich, so das Gericht. Man gehe in einem solchen Fall davon aus, dass das Kind den Willen habe, die Ausbildung zu absolvieren, aber aus objektiven Gründen daran gehindert sei. Das treffe auf den Sohn zu.

voraussichtliche Ende der Erkrankung nicht relevant

Es spiele keine Rolle, dass die Familien­kasse eine Bescheinigung verlange, aus der das voraus­sichtliche Ende der Erkrankung hervorgehe. Eine solche Forderung entbehre jeder gesetzlichen Grundlage.

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#7705

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d7705
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!