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Krankenversicherungsrecht und Sozialrecht | 21.07.2020

Krankengeld

Anspruch auf Krankengeld bei verspäteter Vorlage der AU-Be­scheinigung möglich

Unzureichende Büro­organisation des Arztes liegt in Risiko­gruppe der Kranken­kasse

(Sozialgericht München, Urteil vom 17.07.2020, Az. S 7 KR 1719/19)

Besteht ein Anspruch auf Krankengeld, wenn das Attest zu spät ausgestellt wird und deshalb erst nach mehreren Tagen bei der Kranken­kasse eingereicht werden kann? Ja, urteilt ein Sozial­gericht.

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Wenn der Arzt das Attest zu spät ausstellt, haben Arbeit­nehmer trotzdem einen Anspruch auf Krankengeld. Die unzureichende Büro­organisation des Arztes liege in der Risiko­sphäre der Kranken­kasse, begründete das Sozial­gericht München in einem Urteil (Az.: S 7 KR 1719/19), auf das der Bund-Verlag hinweist.

Krankenkasse verweigert Krankengeld

In dem verhandelten Fall hatte sich ein Arbeit­nehmer an einem Montag um eine erneute Krank­schreibung bemüht. Da in der Praxis an dem Tag Personal fehlte, habe er die Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung erst am folgenden Samstag erhalten. Der Patient schickte das Attest daraufhin sofort an seine Kasse. Das war der Kranken­kasse zu spät und sie verweigerten dem Arbeit­nehmer für die Zeit zwischen der Untersuchung und dem Erhalt der Bescheinigung das Krankengeld.

SG: Arbeitnehmer hat Anspruch auf Krankengeld

Das Münchner Gericht entschied, dass dem Beschäftigten auch dann das Geld zusteht, wenn er das Attest für die fort­dauernde Krank­schreibung bei seiner Kranken­kasse erst verspätet vorlegt, weil der untersuchende Arzt es ihm erst nachträglich zugeleitet hat. Kranken­kasse muss Versäumnis der Kassen­ärzte zurechnen lassen Schließlich arbeite die Kasse ausdrücklich mit zugelassenen Kassen­ärzten zusammen. Wenn dieser Arzt nicht in der Lage sei, die Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung unverzüglich nach Untersuchung auszustellen, müsse die Kranken­kasse sich diese Versäumnis zurechnen lassen, heißt es in der Begründung.

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Quelle: dpa/DAWR/ku

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