wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Reiserecht, Schadensersatzrecht und Verbraucherrecht | 14.05.2021

Reise­preis­minderung

Anspruch auf Reise­preis­minderung wegen Fluglärm

Veranstalter muss ausdrücklich auf negative Umstände der Unterkunft hinweisen

(Oberlandesgericht Celle, Urteil vom 15.10.2020, Az. 11 U 175/19)

Der Urlaub soll entspannen, doch startende und landende Flugzeuge über dem Hotel verhindern die Nachtruhe - eine solche Störung müssen Pauschal­reisende nicht hinnehmen, zeigt ein Urteil.

Werbung

Ein Reise­veranstalter muss ausdrücklich auf nächtlichen Fluglärm in einem Hotel aufmerksam machen. Ansonsten haben Pauschal­reisende einen Anspruch auf Minderung des Reise­preises, wie ein Urteil des Ober­landes­gerichts Celle zeigt (Az.: 11 U 175/19). Allein bei vagen Andeutungen darf es der Anbieter nicht belassen.

LG: Reisepreisminderung wegen mangelhaften Zimmers

In dem verhandelten Fall ging es um eine Pauschal­reise nach Kos. Bereits in erster Instanz hatte der Kläger für sich und seine Familie mehrere Reise­mängel geltend gemacht. Das Landgericht hatte dem Mann eine Minderung wegen des mangelhaften Zimmers zugesprochen.

Urlauber gegehrt auch Minderung wegen nächtlichen Fluglärm

Der Urlauber ging daraufhin in Berufung, weil er auch für den Fluglärm in der Nacht Geld zurück haben wollte. „Mehrere Flugzeuge pro Stunde“ seien nachts über das Hotel geflogen, an Erholung sei gerade für das Kleinkind der Familie nicht zu denken gewesen. Die Anlage habe sich in der Einflug­schneise des Flughafens befunden.

OLG: Anbieter hätte explizit auf Fluglärm hinweisen müssen

Im Reise­katalog waren eine Transfer­zeit vom Flughafen von 30 Minuten und eine Entfernung von neun Kilometern angegeben gewesen. Außerdem: „Lage: Durch Straße vom Strand getrennt, ruhig.“ Das reichte dem Oberlandes­gericht nicht. Aus diesen Andeutungen habe der Kläger nicht schließen können, dass mit Fluglärm im Hotel zu rechnen gewesen sei. Der Anbieter hätte explizit darauf hinweisen müssen.

Wechsel des Hotelzimmers innerhalb der Anlage lediglich eine Unannehmlichkeit

Der Kläger und seine Familie bekamen am Ende 1500 Euro zurück - deutlich mehr als die vom Landgericht zugesprochene Summe. In dem Wechsel des Hotel­zimmers innerhalb der Anlage erkannte das Gericht dagegen im konkreten Fall lediglich eine Unannehm­lichkeit, die keinen weiteren Minderungs­anspruch begründe.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#8285

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d8285
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!