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Lebensmittelrecht und Verbraucherrecht | 23.09.2019

Unzulässige Werbe­aussage

„Anti Hangover Drink“: Nahrungs­ergänzungsmittel darf nicht mit „Kater-Heilung“ beworben werden

Alkohol-Kater„ ist als Krankheit anzusehen

(Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 23.09.2019, Az. 6 U 114/18)

Ein Nahrungs­ergänzungsmittel darf nicht als Behandlungs­mittel oder Vorbeugung eines Alkohol-Katers beworben werden. Dies entschied das Oberlandes­gericht Frankfurt (Az. 6 U 114/18).

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Bei einem „Kater“ handele es sich um eine Krankheit, befand das Gericht. „Informationen über ein Lebens­mittel dürfen diesem keine Eigen­schaften der Vorbeugung, Behandlung oder Heilung einer men­schlichen Krankheit zuschreiben oder den Eindruck dieser Eigenschaft entstehen lassen“, betonte das Oberlandes­gericht unter Verweis auf Vorgaben der Lebensmittel­informations­verordnung (LMIV). Das Urteil ist nicht rechts­kräftig.

Gericht stuft „Kater“ als Krankheit ein

Vor dem Gericht hatte ein Verein gegen die Werbe­aussagen des Betreibers eines „Anti Hangover Drinks“ geklagt. Nachdem das Landgericht Frankfurt am Main der Klage stattgab, bestätigte das Oberlandes­gericht diese Entscheidung im Berufungs­verfahren. „Unter Krankheit ist jede, also auch eine gering­fügige oder vorübergehende Störung der normalen Beschaffenheit oder der normalen Tätigkeit des Körpers zu verstehen“, begründete das Oberlandes­gericht die Einschätzung eines Katers als Krankheit.

Kater-Symptome liegen außerhalb der natürlichen Schwankungsbreite des menschlichen Körpers

In der nun untersagten Werbung werde der Kater mit Symptomen wie Müdigkeit, Übelkeit und Kopfschmerz beschrieben. Derartige Symptome lägen außerhalb der natürlichen Schwankungs­breite des men­schlichen Körpers. „Sie treten nicht als Folge des natürlichen 'Auf und Ab' des Körpers, sondern infolge des Konsum von Alkohol, einer schädlichen Substanz, ein“, begründete das Oberlandes­gericht seine Entscheidung. Dabei sei nicht maßgeblich, dass die Symptome regelmäßig von selbst verschwinden und keine ärztliche Behandlung nötig sei.

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Quelle: dpa/DAWR/kg

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