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Arbeitsrecht | 12.03.2019

Arbeits­zeugnis

ArbG Weiden: Arbeits­zeugnis darf auf gelochtem Papier ausgestellt werden

Kein Anspruch auf ungelochtes Arbeits­zeugnis, wenn der Arbeitgeber nur gelochtes Geschäfts­papier besitzt und benutzt

(Arbeitsgericht Weiden, Urteil vom 09.01.2019, Az. 3 Ca 615/18)

Ein Arbeits­zeugnis muss sowohl inhaltlich als auch formal gewissen Anforderungen entsprechen. Arbeit­nehmer haben aber nicht in jedem Fall Anspruch auf ein ungelochtes Arbeits­zeugnis. Das geht aus einem Urteil des Arbeits­gerichts Weiden hervor (Az.: 3 Ca 615/18).

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Streit um gelochtes Arbeitszeugnis

Im konkreten Fall hatte eine Frau geklagt, deren Arbeitgeber - eine Baufirma - das Arbeits­zeugnis auf gelochtem Papier ausgestellt hatte. Sie fürchtete Nachteile, weil eine solche Lochung unüblich sei und negative Rück­schlüsse auf das Arbeits­verhältnis und die Beurteilung zulasse. Das Bau­unternehmen begründete aber, dass im Betrieb lediglich gelochtes Geschäfts­papier vorhanden sei.

Zeugnis muss formellen Anforderungen entsprechen

Das Gericht wies die Klage der Frau ab. Der Arbeitgeber darf nach Entscheidung der Richter gelochtes Geschäfts­papier für ein Arbeits­zeugnis verwenden, wenn im Betrieb ausschließlich dieses vorhanden ist.

Zu den formellen Anforderungen, die ein Zeugnis erfüllen muss, gehört dem Gericht zufolge, dass es in Maschinen­schrift mit lesbarem Schriftgrad geschrieben ist und keine Flecken, Radierungen, Verbesserungen oder Durch­streichungen aufweist.

Übertrieben hohe Ansprüche an Arbeitszeugnis unzulässig

Unzulässig sind übertriebene Anforderungen an die Zeugnis­ästhetik, zum Beispiel die Wahl eines bestimmten Papiers, einer bestimmten Schriftart oder eines bestimmten Papier­formats. Das Zeugnis dürfe aber nicht durch negative Abweichungen vom Standard entwertet werden.

Nachteile für Klägerin nicht erkennbar

Die von der Klägerin befürchteten Nachteile konnte das Gericht nicht nach­vollziehen. Das gelochte Geschäfts­papier signalisiere einem unvoreingenommenen Leser mit Branchen­kenntnis keine Kritik.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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