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Arbeitsrecht | 21.12.2018

Kündigung

Arbeit im Home-Office: Kündigung wegen Arbeits­verweigerung unwirksam

Arbeit­nehmer kann Tätigkeit als Telearbeits­platz nicht aufgrund seines arbeitsvertraglichen Weisungs­rechts geltend machen

(Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10.10.2018, Az. 17 Sa 562/18)

Wer sich einer Arbeitgeber-Anweisung widersetzt, im Home-Office tätig zu sein, kann nicht wegen Arbeits­verweigerung gekündigt werden. So ein Urteil des Landes­arbeits­gerichts Berlin-Brandenburg (Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10.10.2018, Az. 17 Sa 562/18).

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Arbeitnehmer verweigert Arbeit im Home-Office

Im konkreten Fall hatte ein Ingenieur geklagt. Sein Arbeitgeber hatte ihm nach einer Betriebs­schließung angeboten, seine Tätigkeit künftig im Home-Office zu verrichten. Der Ingenieur war dazu aber nicht bereit, woraufhin ihm sein Arbeitgeber kündigte.

LG: Arbeitnehmer nicht zur Telearbeit verpflichtet

Das Gericht erklärte die Kündigung jedoch für unwirksam und begründete seine Entscheidung damit, dass der Vertrag des Ingenieurs keine Regelungen zur Änderung seines Arbeitsorts enthielten. Der Arbeitgeber konnte sein Weisungs­recht nach Entscheidung der Richter nicht geltend machen, da sich die Umstände der sogenannten Telearbeit in erheblicher Weise von einer Tätigkeit im Betrieb unter­scheiden würden.

Tätigkeit im Home-Office führt nicht zur Erweiterung des Weisungsrechts des Arbeitgebers

Dass Arbeit­nehmer grund­sätzlich Interesse an einer Tätigkeit im Home-Office haben könnten, zum Beispiel zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf, führt nicht zu einer entsprechenden Erweiterung des Weisungs­rechts des Arbeit­gebers.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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