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Steuerrecht | 17.02.2016

Werbekosten

Arbeit­nehmer sollten Benzin­kosten für den Dienstwagen beim Finanzamt geltend machen

Regelung gilt allerdings nur bei zusätzlicher privater Nutzung des Dienst­wagens und selbst gezahlten Benzin­kosten

Dienst­wagen­fahrer sollten selbst­gezahlte Benzin­kosten als Werbungs­kosten in der Steuer­erklärung angeben. Bisher werden solche Aufwendungen zwar steuerlich noch nicht anerkannt, doch das könnte sich in diesem Jahr noch ändern. Denn unter Umständen profitieren Steuer­zahler von einem Verfahren, über das der Bundes­finanz­hof (BFH) noch entscheidet (Az.: VI R 2/15). Voraus­gesetzt, der Arbeit­nehmer nutzt den Wagen auch privat, versteuert den Vorteil pauschal nach der Ein-Prozent-Regelung und er zahlt die Benzin­kosten aus eigener Tasche.

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Außendienstmitarbeiter macht Benzinkosten steuerlich geltend

Im zugrunde liegenden Verfahren bekam ein Außen­dienst­mitarbeiter von seinem Chef einen Dienstwagen zur Verfügung gestellt, den er auch privat nutzen durfte. Den Nutzungs­vorteil versteuerte er nach der Ein-Prozent-Regelung. Zusätzlich war vereinbart, dass er die Benzin­kosten selbst trägt. Vom Finanzamt verlangte der Außen­dienstler, diese Kosten steuerlich zu berücksichtigen. Das Finanz­gericht Düsseldorf gab ihm Recht und ließ den Werbungs­kosten­abzug zu. Dagegen legte das Finanzamt Revision ein.

Die Richter beim Bundesfinanzhof müssen über möglichen Werbungskostenabzug entscheiden

Nun müssen die Richter des Bundes­finanz­hofs entscheiden, ob Nutzer eines Dienst­wagens selbst bezahlte Benzin­rechnungen absetzen dürfen. Lässt der Bundes­finanz­hof den Werbungs­kosten­abzug zu, gibt es womöglich Geld zurück. Es kann sich also lohnen, neuere Tank­quittungen aufzubewahren und alte mit der Steuer­erklärung einzureichen. Streicht das Finanzamt die Tank­aufwendungen, sollten Steuer­zahler Einspruch einlegen und auf das genannte BFH-Verfahren verweisen. Dann bleibt der eigene Steuerfall bis zur Gerichts­entscheidung offen. Gegebenenfalls reduziert sich die Steuerlast dann später doch noch.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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