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Arbeitsrecht | 22.12.2015

Entschädigung

Arbeitsnehmerin kann bei Kündigung in der Schwangerschaft Entschädigung zustehen

Diskriminierung wegen des Geschlechts

(Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 16.09.2015, Az. 23 Sa 1045/15)

Das gilt, wenn der Arbeitgeber nicht die erforderliche Zustimmung der Arbeitsschutzbehörde eingeholt hat und eine verbotene Diskriminierung wegen des Geschlechts vorliegt. So entschied das Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg (Az.: 23 Sa 1045/15).

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Arbeitnehmerin trotz Schwangerschaft gekündigt

In dem verhandelten Fall ging es um eine Frau, die bei einem Rechtsanwalt angestellt war. Sie erhielt während der Probezeit die Kündigung. Unmittelbar danach teilte sie dem Arbeitgeber mit, dass sie schwanger ist. Dieser hätte daraufhin die Zustimmung der Arbeitsschutzbehörde einholen müssen, was er jedoch nicht tat.

Vor Gericht wurde die Kündigung daher für unwirksam erklärt. Einige Monate später kündigte der Rechtsanwalt der Frau ein zweites Mal.

Nach erneuter Kündigung sprach das Gericht der Frau eine Entschädigung zu

Das Landesarbeitsgericht entschied, dass die Frau durch die erneute Kündigung wegen ihres Geschlechts benachteiligt wurde, was nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz untersagt ist. Es sprach ihr deshalb eine Entschädigung in Höhe von 1500 Euro zu.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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