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Arbeitsrecht | 26.01.2018

Arbeits­zeugnis

Arbeitszeugnis: Erwähnung selbständiger Arbeits­weise kein Zeugnis­brauch

Arbeitgeber ist bei Erstellung eines Arbeits­zeugnisses zur Beachtung des Zeugnis­brauchs verpflichtet

(Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 29.11.2017, Az. 12 Sa 936/16)

Wie muss es aussehen? Wie klar darf der Chef formulieren? Das Arbeits­zeugnis ist eine Wissenschaft für sich. Und häufig gibt es darum Streit vor Gericht. Manchmal geht es dabei aber gar nicht um das, was im Zeugnis steht - sondern um das, was fehlt.

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Arbeitgeber müssen beim Schreiben von Zeugnissen beachten, was dort üblicherweise hinein­gehört. Denn das ist der sogenannte Zeugnis­brauch. Fehlen allgemein übliche Einträge, haben Arbeit­nehmer Anspruch auf ein berichtigtes Zeugnis. Je nach Branche und Job kann der Zeugnis­brauch aber unterschiedlich ausfallen. Das geht aus einem Urteil des Landes­arbeits­gerichts Düsseldorf (Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 29.11.2017, Az. 12 Sa 936/16).

Klägerin wollte fehlende Einträge im Arbeitszeugnis ergänzt haben

Die Klägerin in dem Fall war Assistentin in einer Anwalts­kanzlei. Ende 2015 verließ sie ihren Arbeitgeber und erhielt ein Zeugnis, in dem ihrer Meinung nach zwei Einträge fehlten: einmal der Hinweis auf eine selbstständige Arbeits­weise, der für Jobs wie ihren in Nordrhein-Westfalen aber Standard sei. Und zweitens eine Bewertung ihres Verhaltens gegenüber Vor­gesetzten. Weil die beiden Einträge fehlten, befürchtete die Klägerin Nachteile bei der Jobsuche: Denn Arbeitgeber könnten aus dem Fehlen negative Rück­schlüsse ziehen.

Hinweis auf Verhalten gegenüber Vorgesetzten muss ins Arbeitszeugnis

Das Gericht gab der Klägerin Recht, aber nur teilweise: Die Beurteilung ihres Verhaltens gegenüber Vor­gesetzten muss der Arbeitgeber tatsächlich erwähnen. Das wegzulassen, könne vom Zeugnis­leser als Warnhinweis verstanden werden - das sogenannte beredte Schweigen.

Eintrag zur selbstständigen Arbeitsweise kein allgemeiner Zeugnisbrauch

Den Hinweis auf selbstständige Arbeits­weise muss die Kanzlei dagegen nicht zwingend ins Zeugnis schreiben. Denn eine Umfrage bei den Rechts­anwalts­kammern in Düsseldorf, Köln und Hamm habe gezeigt, dass dieser Eintrag eben kein allgemeiner Zeugnis­brauch sei, so das Gericht. Fehlt der Eintrag, ist das deshalb auch nicht unbedingt ein Nachteil für den Arbeit­nehmer.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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