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Arztrecht | 27.08.2018

Arztbefund

Arzt muss bedrohlichen Befund auf jeden Fall an Patienten weitergeben

Hausärztin ist unabhängig vom Praxis­besuch eines Patienten zur Informations­weitergabe verpflichtet

Ein Arzt muss dafür sorgen, dass sein Patient von bedrohlichen Befunden unter allen Umständen erfährt, auch wenn dieser schon länger nicht mehr bei ihm in der Praxis war. Dies entschied der Bundes­gerichts­hof (Az. VI ZR 285/17).

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Klinik teilt gibt Information über Bösartigkeit der Geschwulst nur an Hausärztin weiter

In dem Streit verlangt ein Mann von seiner lang­jährigen Hausärztin Schmerzens­geld und Schaden­ersatz. Sie hatte ihn wegen Schmerzen im linken Bein und Fuß an einen Facharzt überwiesen. Später wurde eine Geschwulst in der Kniekehle entdeckt, die bei einer Operation entfernt wurde. Dass die Geschwulst ein bösartiger Tumor war, teilte die Klinik ausschließlich der Hausärztin mit. Sie sprach den Mann knapp eineinhalb Jahre später darauf an, als dieser wegen einer Hand­verletzung das nächste Mal zu ihr kam. Er benötigte danach weitere Krankenhaus­aufenthalte und Operationen.

Hausärztin hätte Informationen zwingend an Patienten weitergeben müssen

Das Oberlandes­gericht Düsseldorf hatte die Klage des Patienten abgewiesen. Die Richter hielten es für nachvollziehbar, dass die Ärztin, die zum damaligen Zeitpunkt nicht mehr in die Behandlung eingebunden war, nichts unternommen hatte. Dies sah der Bundes­gerichts­hof anders. Dem Arztbrief, der nur an sie ging, habe die Frau unschwer entnehmen können, dass die Klinik sie irrtümlicher­weise für die behandelnde Ärztin hielt. Gerade in ihrer koordinierenden Funktion als Hausärztin hätte sie laut Urteil die Information weitergeben müssen. Das Oberlandes­gericht muss den Fall nun neu verhandeln und entscheiden.

Quelle: dpa/DAWR/kg
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