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Arzthaftungsrecht und Schadensersatzrecht | 05.06.2020

Befund­bericht

Arztbrief kann im Normalfall per Post verschickt werden

Bei vielen Befunden haben Mediziner mit dem Einwurf des Arztbriefs in den Briefkasten bereits ihre Pflicht erfüllt

(Oberlandesgericht Karlsruhe, Urteil vom 11.03.2020, Az. 7 U 10/19)

Kommt ein Befund­bericht eines Mediziners nicht rechtzeitig an, kann dies eine notwendige Behandlung verzögern. Welche Art der Zustellung ist wann angemessen? Darüber musste ein Gericht entscheiden.

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Ein Arzt kann seinen Befund­bericht auf dem Postweg zu einem anderen Mediziner schicken. Im Normalfall muss er nicht nachprüfen, ob der Arztbrief zugestellt worden ist. Das zeigt ein Urteil des Ober­landes­gerichts Karlsruhe (Az.: 7 U 10/19).

Schadensersatzforderung wegen fehlerhafter ärztlichen Behandlung

Im verhandelten Fall hatte eine Frau einen Arzt auf Schmerzens­geld sowie Schaden­ersatz verklagt. Ihr Vorwurf: Der Gastro­enterologe habe sie fehlerhaft behandelt. Sie war unter anderem der Ansicht, der Arzt hätte sie nicht ausreichend über den Befund der Behandlung unterrichtet.

Befundbericht ging per Post an die behandelnde Hausärztin

Der Mediziner hatte den Befund­bericht per Post an die behandelnde Hausärztin geschickt. Darüber hatte er die Patientin auch informiert. Laut Gericht war das alles korrekt. Der Postweg sei ein gängiges Mittel zum Austausch zwischen Ärzten, die Befund­übermittlung an die Hausärztin war in diesem Fall ausreichend.

Ausnahme nur bei eilbedürftigen Krankheitsfällen und bekannten Zugangsproblemen

Anders könne es sich allerdings verhalten, wenn der Arzt einen hoch­pathologischen, also sehr auffälligen Befund mitteilt, bei dem rasche Behandlungs­schritte nötig sein könnten. Neben der Kontrolle, ob der Arztbrief in der anderen Praxis angekommen ist, muss in einem solchen Fall gegebenenfalls auch der Patient rasch informiert werden.

Das Gericht nannte noch eine weitere Ausnahme: Wenn es bei der postalischen Zustellung der Befund­berichte in einer Praxis in der Vergangenheit Probleme gegeben hat, sind Ärzte unter Umständen dazu verpflichtet, die Zustellung nach­zuprüfen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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