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Schadensersatzrecht | 23.04.2021

Unfall

Auch Elfjährige können bei Verkehrs­unfall mithaften

Mithaftung des Pkw-Fahrers von 50 %

(Oberlandesgericht München, Urteil vom 03.03.2021, Az. 10 U 449/20)

Auch Kinder haben im Straßen­verkehr Pflichten und müssen Gefahren­situationen erkennen können. Verhalten sie sich nicht entsprechend, können sie auch mithaften, wie ein Urteil zeigt.

Mit elf Jahren sind Kinder alt genug, um Gefahren im Straßen­verkehr zu erkennen. Sie haben deshalb Sorgfalts­pflichten, wenn sie zum Beispiel mit dem Fahrrad auf die Straße fahren. Missachten sie diese Pflichten und kommt es zu einem Unfall, müssen sie mit haften. Das zeigt ein Urteil des Ober­landes­gerichts (OLG) München (Az.: 10 U 4990/20).

Unfall mit Radfahrenden Kind

In dem verhandelten Fall ging es um einen elf Jahre alten Jungen, der mit dem Fahrrad auf einem Bürger­steig fuhr. An dessen Ende radelte er ohne auf den Verkehr zu achten - auf die Straße, um diese zu überqueren. Von links nahte ein Auto, es kam zur Kollision.

Durch das abrupte Abbremsen und Abstützen auf dem Lenkrad erlitt der Autofahrer laut ADAC eine Schulter­gelenks­verletzung. Diese musste operiert werden, es folgte ein langwieriger Heilungs­prozess. Der Mann forderte Schaden­ersatz von der Haft­pflicht­versicherung des Jungen.

Erste Instanz sprach Jungen von Haftung frei

Die Versicherung lehnte eine Zahlung aber ab mit dem Argument, der Mann sei aus der Perspektive des Jungen nicht erkennbar gewesen, denn dessen Sicht nach links sei stark eingeschränkt gewesen. Der Fall ging vor Gericht, und die erste Instanz sprach den Jungen von einer Haftung frei.

Mitverschulden von 50 %

Das OLG aber sah bei ihm eine Mitschuld von 50 Prozent. Aufgrund der schlechten Sicht­verhältnisse wäre es gerade wichtig gewesen, dass der Junge genau hinsieht, ob andere Verkehrs­teilnehmer in Gefahr kommen oder geschädigt werden könnten, entschieden die Richter. Dazu sei der Junge mit elf Jahren auch alt genug gewesen.

Allerdings musste der Autofahrer in diesem Fall ebenfalls zur Hälfte haften. Er wollte von einer nachrangigen Straße in eine mit Vorfahrt einbiegen und habe eine gesteigerte Sorgfalts­pflicht gehabt, so das OLG. Außerdem sei ein Kind im Straßen­verkehr besonders schutzwürdig.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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