wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Erbrecht | 06.10.2022

Testaments­kopie

Auch eine Testaments­kopie muss eröffnet werden

Nachlass­gericht muss auch Kopie gelten lassen

(Oberlandesgerichts Düsseldorf, Urteil vom 19.08.2022, Az. I-3 Wx 119/22)

Ist das Testament eines verstorbenen Menschen unauffindbar, kann dessen letzter Wille trotzdem in Erfüllung gehen. Dafür reicht eine Kopie des Schrift­stücks.

Werbung

Wer nach dem Tod eines Menschen dessen Testament findet, muss es umgehend beim Nachlass­gericht abliefern. So kann das Nachlass­gericht das Testament eröffnen - sprich kopieren und den Betroffenen förmlich zustellen. Ist das Original des Testaments nicht mehr auffindbar, muss das Nachlass­gericht auch eine Kopie gelten lassen. Das zeigt ein Urteil des Ober­landes­gerichts (OLG) Düsseldorf (Az. I-3 Wx 119/22).

Nachlassgericht verweigerte die Eröffnung

In dem konkreten Fall hatte eine Witwe nur die Kopie des Testaments ihres verstorbenen Ehemanns, das er ihr zur Aufbewahrung überreicht hatte. Das Nachlass­gericht verweigerte die Eröffnung des Testaments aufgrund des fehlenden Originals zunächst. Zu Unrecht, urteilte das OLG.

Zwar gelte die Eröffnungs­pflicht eines Testaments nach älterer Rechtsprechung nur für Originale, weil nur diese hinreichende Gewähr für eine vollständige und un­verfälschte Wiedergabe des vollen Inhalts böten.

Auch Kopie entspricht Zweck eines Testamentes

Doch nach neuerer Rechtsprechung könne die Erbfolge auch mittels einer Kopie nachgewiesen werden. Deshalb müsse auch die Testaments­kopie eröffnet werden.

Denn in Fällen, in denen das Original nicht aufzufinden ist, entspreche die Kopie dem Sinn und Zweck des Testaments­eröffnungs­verfahrens. Dieser bestehe darin, im Interesse des Rechts­friedens und der Rechts­sicherheit eine geordnete Nachlass­abwicklung sicherzustellen, so das OLG.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#9807