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Haftungsrecht und Versicherungsrecht | 21.06.2022

Auffahr­unfall

Auffahr­unfall nach Maßr­egelung: Wer muss für den Schaden haften?

Auffahr­unfall nach Maßr­egelung begründet alleiniges Verschulden an Verkehrs­unfall

(Oberlandesgericht Koblenz, Urteil vom 16.12.2021, Az. 12 U 1518/21)

Besonders im Straßen­verkehr gibt es häufig Grund für Frust. Andere durch die eigene Fahrweise zu maßregeln, ist allerdings keine gute Idee. Denn im Falle eines Unfalls kann das zum Fallstrick werden.

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„So ein Idiot! Dem zeig ich's mal - so nicht“: Ärger nach Fehl­verhalten anderer im Straßen­verkehr mag verständlich sein. Wer aber als Reaktion andere etwa durch plötzliches Abbremsen maßregeln will, muss nach einem Unfall damit rechnen, allein für die Schäden aufzukommen. Das zeigt ein Urteil des Ober­landes­gerichts Koblenz (Az.: 12 U 1518/21).

Auffahrunfall nach Maßregelung

Im Fall ging es um eine Auto­fahrerin, die auf einer Vorfahrts­straße unterwegs war. Ein Lkw bog dort ein und nahm ihr die Vorfahrt. Der Ärger darüber war anscheinend so groß, dass sie den Lkw im Anschluss überholte, sich vor diesen setzte und plötzlich abbremste. Der Lkw konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf. Die Frau wollte nun den Schaden vom Lkw-Fahrer ersetzt bekommen und zog vor Gericht.

Haftung wegen grob verkehrswidriges Verhaltens

Ohne Erfolg. Die Frau hat sich nach Überzeugung des Gerichts im groben Maße verkehrs­widrig verhalten. Der Unfall war demnach allein aufgrund ihres Verhaltens passiert. So greift hier auch nicht der Anscheins­beweis, aufgrund dessen bei Auffahr­unfällen die Schuld beim Hintermann vermutet wird, etwa wegen Ablenkung oder zu wenig Abstand.

Vorfahrtsverstoß des LKW-Fahrers nicht Unfallursache

Auch dass der Lkw-Fahrer die Vorfahrt der Frau missachtete, wurde nicht berücksichtigt. Denn dadurch war es nicht zum Unfall gekommen. Wer nur stark abbremst, um andere zu disziplinieren, haftet für den Unfall allein.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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