wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Strafrecht | 18.12.2015

Bewährungsstrafe

Aufsichtspflicht verletzt: Kinder sterben durch Stromschlag in der Badewanne – Vater zu Bewährungsstrafe verurteilt

Rasierapparat fiel in die Badewanne

Etwa zehn Minuten lässt ein Mann seine Kinder allein in der Badewanne. Als er zurückkommt, sind sie tot. Welche Schuld trifft den Vater und wie ist er dafür zu bestrafen?

Werbung

Gericht sah fahrlässige Tötung als erwiesen an

Wegen des tragischen Todes seiner beiden Kinder nach einem Stromschlag in der Badewanne ist ein 49-Jähriger zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. In dem Berufungsprozess sah das Landgericht Kassel die fahrlässige Tötung als erwiesen an. „Das Maß der Pflichtwidrigkeit war hoch. Die Folge ist schrecklich“, sagte der Richter in seiner Urteilsbegründung. Aber der Angeklagte sei selbst hart getroffen durch den Tod der Kinder, „und er weiß, dass er die Verantwortung trägt“.

Kinder starben durch Stromschlag in der Badewanne

Das vierjährige Mädchen und der sechsjährige Junge lebten bei der Ex-Frau des Angeklagten in Hamburg. Der Vater hatte die beiden Kinder am 10. November 2013 in Kassel zu Besuch und ließ sie alleine in der Badewanne zurück. Er war auf dem Weg zum Bahnhof, um sich über Abfahrtszeiten für Züge nach Hamburg zu informieren, kehrte aber um. In dieser Zeit fiel ein eingeschalteter Rasierapparat in die Badewanne, die Kinder starben.

Amtsgericht Kassel hatte der Mann zu drei Jahre Haft verurteilt, dagegen legte er Berufung ein

Das Amtsgericht Kassel hatte den Angeklagten im Mai 2015 zu drei Jahren Haft verurteilt, dagegen legte der Mann Berufung ein. Die Verteidigung hatte beantragt, die Strafe ganz oder aber zumindest zur Bewährung auszusetzen. „Es war ein tragischer Unglücksfall, der beide Elternteile in große Verzweiflung gestürzt hat“, sagte der Verteidiger. Der Vater fühle sich moralisch verantwortlich. „Die Verwerfbarkeit aber ist so gering, dass eine Ahndung nicht nötig ist“, betonte der Verteidiger. Nach dem Vorfall war der Angeklagte für mehrere Monate in einer psychiatrischen Klinik.

Staatsanwaltschaft und Nebenklage forderten die Berufung zu verwerfen

Die Staatsanwaltschaft dagegen forderte wie die Nebenklage, die Berufung zu verwerfen. Die ursprüngliche Strafe von drei Jahren Haft sei tat- und schuldangemessen, sagte die Staatsanwältin. Der Angeklagte habe die Sorgfaltspflicht gegenüber den Kindern erheblich verletzt.

Das Gericht warnte vor überzogenen Erwartungen in einem solchen Prozess. „Wir können mit einem Urteil nichts wieder gut machen“, betonte der Richter.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#1664

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d1664
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!