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Steuerrecht | 22.09.2020

Kranken­kosten

Aufwendungen für Tomatis-Therapie keine außergewöhnlichen Belastungen

Keine außergewöhnlichen Belastungen bei nicht wissen­schaftlich anerkannten Behandlungs­methoden

(Finanzgericht Niedersachsen, Urteil vom 16.06.2020, Az. 9 K 182/19)

Krankheits­kosten können sich steuerlich bezahlt machen. Das gilt aber nicht immer für alternative Heil­methoden. Sie können nur unter gewissen Voraus­setzungen bei der Einkommen­steuer abgesetzt werden.

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Krankheits­kosten, die der Patient aus eigener Tasche zahlt, können in der Einkommen­steuer­erklärung als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. „Handelt es sich um Ausgaben für wissen­schaftlich nicht anerkannte Heil­methoden, ist aber ein vor Beginn der Therapie ausgestelltes amts­ärztliches Gutachten oder die Bescheinigung des medizinischen Dienstes der Kranken­kasse erforderlich“, erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. Das bestätigt ein aktuelles Urteil des Finanz­gerichts Nieder­sachsen (Az.: 9 K 182/19).

Streit um Kostenübernahme einer Hörtherapie nach Tomatis

In dem Fall litt der Sohn der Kläger an einer krankhaften Über­empfindlichkeit gegen Schall. Auf Vorschlag des behandelnden HNO-Arztes ließen die Kläger bei dem Sohn eine Hör­therapie nach Tomatis durchführen. Dabei handelt es sich um eine Horch- und Hör­therapie, die vom französischen Arzt Alfred Tomatis entwickelt wurde.

Krankenkasse lehnt Kostenübernahme ab

Zwar bestätigte der HNO-Arzt den Erfolg der Behandlung, die Kranken­kasse übernahm die Kosten jedoch nicht. Daher machten die Eltern die Ausgaben von gut 4000 Euro in ihrer Einkommen­steuer­erklärung als außergewöhnliche Belastung geltend.

FG: Aufwendungen für Tomatis-Therapie keine außergewöhnlichen Belastungen

Allerdings ohne Erfolg. Nach Auffassung des Finanz­gerichts Nieder­sachsen handele es sich bei der Therapie um eine wissen­schaftlich nicht anerkannte Heilmethode. Daher muss die Zwangs­läufigkeit der Ausgaben vorab durch ein amts­ärztliches Gutachten oder die Bescheinigung des medizinischen Dienstes der Kranken­kasse fest­gestellt werden. Dieser Nachweis fehlte.

Gutachten oder Bescheinigungen erforderlich

Patienten, die eine kosten­intensive Heil­behandlung planen, sollten daher vor Antritt der Behandlung daran denken, entsprechende Gutachten oder Bescheinigungen erstellen zu lassen. Dies gilt nach der Einkommensteuer­durchführungs­verordnung zum Beispiel auch für Frisch- und Trockenzellen­behandlungen oder Eigenblut­therapien. „Für Zuzahlungen zu Medikamenten, Zahnersatz oder Brillen genügt hingegen eine ärztliche Verordnung“, so Klocke. Bei Folge­brillen erkennt das Finanzamt sogar die Bestätigung durch den Optiker an.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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