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Steuerrecht | 07.06.2019

Doppelte Haushalts­führung

Aufwendungen für doppelte Haushalts­führung voll absetzbar

Aufwendungen für Einrichtungs­gegenstände und Hausrat sind keine Unterkunfts­kosten und damit unbeschränkt abziehbar

(Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 27.06.2008, Az. I-4 U 191/07)

Eine doppelte Haushalts­führung geht ins Geld. Daher sind Kosten für die zweite Wohnung steuerlich absetzbar. Allerdings sind die Ausgaben für die Unterkunft gedeckelt. Die gute Nachricht: Kosten für Möbel lassen sich extra geltend machen.

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Für die doppelte Haushalts­führung erkennt das Finanzamt bis zu 1000 Euro monatlich steuer­mindernd an. Eingerechnet werden hier neben der Miete auch Reinigungs­kosten, Zweit­wohnungs­steuer, Rundfunk­beiträge sowie Miet- oder Pacht­gebühren für Kfz-Stell­plätze. Aufwendungen für Einrichtungs­gegenstände und Hausrat fallen aber nicht unter die Höchst­betrags­begrenzung, entschied der Bundes­finanz­hof (BFH) in einem veröffentlichten Urteil (Az.: VI R 18/17). Diese Aufgaben sind grund­sätzlich in vollem Umfang als Werbungs­kosten abziehbar.

Streit um geltend gemachte Werbekosten für doppelte Haushaltsführung

Im verhandelten Fall hatte der Kläger aus beruflichen Gründen eine zweite Wohnung. Die Miete sowie Anschaffungs­kosten für die Einrichtung machte er als Werbungs­kosten geltend. Das Finanzamt erkannte die Aufwendungen aber nur in Höhe von 1000 Euro je Monat an.

FG bejahrt Absetzung der Kosten in voller Höhe

Dem widersprach allerdings das Finanz­gericht. Die Kosten der Einrichtung seien keine Kosten der Unterkunft und daher nicht mit dem Höchstb­etrag abgegolten. Da die übrigen Kosten den Höchstb­etrag nicht überschritten hätten, seien die Aufwendungen in voller Höhe abzugs­fähig.

FH bestätigte FG-Entscheidung

Diese Entscheidung bestätigte nun der BFH: Nur die Kosten der Unterkunft seien auf den Höchst­abzugs­betrag von 1000 Euro beschränkt, erklärte das oberste Finanz­gericht. Davon seien aber Aufwendungen für Haushalts­artikel und Einrichtungs­gegenstände nicht umfasst, da diese nicht für die Nutzung der Unterkunft getätigt werden. Die Nutzung der Einrichtungs­gegenstände ist nicht mit der Nutzung der Unterkunft als solcher gleich­zusetzen. Derartige Aufwendungen sind daher ohne Begrenzung der Höhe nach abzugs­fähig - allerdings nur, soweit die Ausgaben notwendig sind.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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