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Schadensersatzrecht und Verkehrsrecht | 08.01.2016

Unfall

Augen auf bei der Ausfahrt aus einer Waschbox - Unfallverursacher trägt den größeren Teil des Schadens

Schlechte Sicht ist kein passendes Argument
(Oberlandesgericht München, Urteil vom 03.07.2015, Az. 10 U 642/15)

Wer aus einer Waschbox ausfährt, muss besonders vorsichtig sein. Andernfalls muss man im Falle eines Unfalls damit rechnen, den größeren Teil des Schadens zu tragen. Auf schlechte Sicht zu verweisen nützt in einem solchen Fall nichts. Das zumindest geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München hervor (AZ: 10 U642/15).

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Autofahrerin verursachte Unfall beim Ausfahren aus einer Waschbox und wollte nicht die Verantwortung allein tragen

In dem verhandelten Fall war eine Autofahrerin aus einer Waschbox gefahren. Dabei stieß sie mit einem vorbeifahrenden Auto zusammen. Die Frau wollte nicht die volle Verantwortung für den Unfall tragen. Sie entschuldigte sich damit, dass sie schlechte Sicht gehabt habe.

Ihre Argumentation schlechte Sicht gehabt zu haben , überzeugte das Gericht nicht

Vor Gericht überzeugte diese Argumentation nicht: Die Frau hätte sich bei der Ausfahrt aus der Waschbox im Zweifel „eintasten“ müssen -gerade bei schlechter Sicht. Da beide Fahrzeuge nicht Schrittgeschwindigkeit gefahren seien und wegen der Betriebsgefahr, hafte der andere jedoch auch zu 30 Prozent. Die Verursacherin musste also 70 Prozent des Schadens tragen.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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URL dieses Artikels: https://www.dawr/d1756
 

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