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Reiserecht und Verbraucherrecht | 10.10.2018

Reise­dokumente

Ausweis abgelaufen: Für Reise­dokumente sind Reisende selbst zuständig

Keine Haftung des Reisebüros wegen unzureichender Ausweis­dokumente des Reisenden

(Amtsgericht München, Urteil vom 08.02.2017, Az. 271 C 12313/16)

Ein Urlauber muss beweisen können, dass er vom Reisebüro falsch über Einreise­bestimmungen beraten wurde - sonst bleibt er auf den Kosten sitzen, wenn er wegen unzureichender Ausweis­papiere nicht an Bord eines Flugzeugs gelassen wird. Das zeigt ein Urteil des Amts­gerichts München (Az.: 271 C 12313/16).

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Flug wegen unzureichender Ausweisdokumente verweigert

In dem verhandelten Fall ging es um eine Flugreise nach Ägypten. Die Klägerin hatte einen Personal­ausweis, der noch fünf Monate gültig war. Ihr Ehemann besaß nur einen vorläufigen Personal­ausweis. Für die Einreise nach Ägypten ist aber ein Reisepass oder ein Personal­ausweis mit mindestens sechs Monaten Gültigkeit über die Reise hinaus nötig. Die Urlauber durften daher nicht mitfliegen.

Beweislast für Fehlinformationen liegt beim Urlauber

Der Reise­veranstalter hatte in seinen Katalogen über die Einreise­bestimmungen informiert. Die Klägerin behauptete, der Mitarbeiter im Reisebüro habe auf Nachfrage behauptet, dass die Einreise mit vorläufigem Personal­ausweis möglich sei. Das wies der Mann zurück. Die Beweislast lag bei der Urlauberin - daher ging sie leer aus.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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